Wenn sich in Spremberger Familien Nachwuchs einstellt, dann fragen sich schon bald die Eltern: Wo? Vor fünf Jahren schloss das Geburtshaus im Spremberger Krankenhaus. Immerhin erblickten im Jahr 2019 insgesamt 155 Spremberger Babys das Licht der Welt und sind im Spremberger Einwohnermeldeamt registriert. Wo sie geboren wurden – meist in den Krankenhäusern in Hoyerswerda, Weißwasser, Forst und Cottbus – dazu gibt es keine öffentlich zugänglichen Angaben.
Peggy Hellmann und Heiko Waschnick entschieden sich für Weißwasser. „Ein kleineres Krankenhaus sollte es sein“, erzählt Peggy Hellmann. Dort fand sie auch eine Hebamme für die Vor- und Nachsorge. Malte Waschnick kam am 6. August um 8.17 Uhr zur Welt; eine Woche früher als berechnet. „Mit Heiko hatten wir ein Familienzimmer in Weißwasser gebucht. Man ist entspannter, und es ist immer jemand da, wenn Hilfe notwendig ist“, sagt Peggy Hellmann. „Eine Pullerparty in Terpe ist schon geplant“, verriet Papa Heiko Waschnick. Nächstes Jahr ziehen sie nach Terpe.
Die Hebamme Annette Fiebiger ist 35 Jahre in ihrem Beruf tätig und sicher: „Für die Babys wird es keinen Spremberger Geburtsort mehr geben.“ Mit Hebamme Annette Preussler spreche sie sich ab, „wie wir die Betreuung der Mütter im Spremberger Raum bestmöglichst organisieren“. Die Zahl der Geburten habe sich auf einem guten Niveau eingepegelt. Oft gehe es um das zweite oder dritte Kind in einer Familie.
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