(dbo) In Graustein an der Feuerwehr ging es am Wochenende hart und gewaltsam zur Sache. Die Feuerwehren des Wirkungskreises 3 aus Graustein/Schönheide, Lieskau und Türkendorf hatten sich dort zu einer Ganztagsübung getroffen, bei der sie von der Stadtkern-Wehr unterstützt wurden, als der Einsatz von hydraulischen Rettungsgeräten wie Schere und Spreizer  an vier Stationen geprobt wurde. Aber auch die Gerätekunde am neuen Spremberger Rüstfahrzeug (die RUNDSCHAU berichtete) , das Anheben von schweren Lasten und die theoretische Ausbildung zu den Besonderheiten von alternativen Fahrzeugantrieben wie Elektro- Gas- oder Hybridantrieb bei Rettungseinsätzen wurden vermittelt.

Aus diesem Grund wurde auch die Rettung von Personen aus Unfallfahrzeugen geübt. Denn was Fahrzeuginsassen bei einem Unfall zunächst hilft, kann ihnen später zum Verhängnis werden. Nicht ausgelöste Airbag-Patronen könnten explodieren, wenn von den Helfern nach einem Unfall einfach drauflos geschnitten wird. Extra gehärtete Stahlteile widerstehen den Schneidwerkzeugen. Eine Rettungskarte für das jeweilige Fahrzeugmodell soll den Feuerwehrleuten helfen, Fehler zu vermeiden und trotzdem schnell arbeiten zu können.

Zweimal im Jahr finden solche Ganztagsübungen für die Wehren statt. Erst im Mai gab es eine Übung in Lieskau zum Schwerpunkt Wasserversorgung.