| 02:53 Uhr

Gästeführer setzt auf Welzower Bäume

Reiner Hanisch läuft bei seiner neuen Baumtour auch die Zierkirschen vom Welzower Osterfeuerplatz an.
Reiner Hanisch läuft bei seiner neuen Baumtour auch die Zierkirschen vom Welzower Osterfeuerplatz an. FOTO: T. Richter-Zippack/trt1
Welzow. Mit den Welzowern auf Baumtour gehen möchte der Neupetershainer Gästeführer Reiner Hanisch. Dazu hat der 63-Jährige eine neue Wanderung vorbereitet. Am Maifeiertag gibt es die Premiere. Torsten Richter-Zippack / trt1

"In Welzow sind in den vergangenen Jahren so viele junge Bäume gepflanzt worden. Der Ort wandelt sich sichtbar zur Gartenstadt. Das will ich Einheimischen und Gästen zeigen", sagt Reiner Hanisch. Aus diesem Grund bitte er am Maifeiertag zu einer grünen Tour durch die Stadt am Tagebau. Da wären zunächst die verschiedenen Kirschbäume. Das Repertoire reiche dabei von wilden Sorten bis zu japanischen Zierbäumen. Wie beispielsweise auf dem Osterfeuerplatz am östlichen Ende des Steinwegs. Wo früher die Brikettfabrik dampfte, wachsen heute um die 50 Zierkirschen. Derzeit in voller rosafarbener Blüte. "Darüber hinaus gibt es in der Stadt junge Wildäpfel, Felsenbirnen, Spitzahorne und selbst drei Mammutbäume", so Hanisch, der sich eigens für seine Tour einen Auszug aus dem kommunalen Baumkataster besorgt hat.

Natürlich hat Hanisch auch seinen Lieblingsbaum in Welzow. Der wächst am Abzweig Cottbuser Straße/Uhlandstraße. "Der Rote Ahorn besitzt eine reizvolle Krone und eine wunderschöne Herbstfärbung", begründet der Gästeführer. Er sei überzeugt, dass sich Welzow zu einer Gartenstadt entwickele. "Die ersten Schritte dazu sind in den vergangenen Jahren getätigt worden."

Warum sich der Petershainer so für die Welzower Bäume interessiert? "Na, ich war doch Bergmann", lautet die plausible Erklärung. Und aus Bäumen sei vor Jahrmillionen die Kohle entstanden. Nicht zuletzt bescheinigt sich der 63-Jährige, der in der Greifenhainer Grube sein Brot verdient hatte, einen "grünen Daumen". Als Gästeführer arbeitet Hanisch indes seit 2004. Damals hatte er im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) "Fürst-Pückler-Land" Touren organisiert. Beispielsweise die legendäre "Reise zum Mars" in den Tagebau Meuro. Diese Wanderung sei heute so schon gar nicht mehr möglich. "Das Wasser im Großräschener See steigt unaufhaltsam", erklärt Reiner Hanisch. Aber längst sei er auf andere Gebiete ausgewichen.

Neben allerhand Wissen rund um die Welzower Gehölze wolle der Bergmann außer Dienst seine Gäste auch über bekannte stadtbildprägende Gebäude informieren. Etwa über die aus Klinkern errichtete Puschkin-Schule, in der heute der "Themen- und Informationspark Lausitzer Seenland" sowie der Jugendklub ihr Domizil haben. Das Gebäude werde ebenso angelaufen wie auch die Gleispromenade. Am 1. Mai erfolgt der Tour-Startschuss gegen 13.30 Uhr vor dem Welzower City-Hotel in der Poststraße. Anmeldungen unter Telefon 035751 10015.