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Fürst Bismarck und Kaiser Wilhelm in Drieschnitz

Drieschnitz. Der Ortsteil Drieschnitz von Neuhausen/Spree wird wieder schöner. In der Dorfaue konnten jetzt 47 Bäume gepflanzt werden. jul

"Fürst Bismarck" und "Kaiser Wilhelm", "Ingrid Marie" und "Geheimrat Dr. Oldenburg", allesamt alte Apfelsorten, schmücken jetzt neben anderen Bäumen den zentralen Platz in dem kleinen Ort. Die Pflanzungen wurden vom Planungsbüro Sonntag vorgedacht und vom Garten- und Landschaftsbauunternehmen Balko umgesetzt. Ein Sponsor half der Gemeinde mit 5000 Euro.

"Schon lange hat uns der schlechte Zustand der Bäume in der Drieschnitzer Dorfaue gestört. Die Obstbäume waren von Krankheiten und Pilzen befallen. Aber es fehlte uns einfach das Geld, um sie zu ersetzen. Dank Sponsor konnten wir jetzt handeln", erklärt Dieter Perko (CDU), Bürgermeister der Großgemeinde Neuhausen/Spree.

Früher war die Dorfaue mit ihren Obstbäumen Treffpunkt für die Einwohner und in der Blütezeit sogar ein Ausflugsziel für Schaulustige aus den Nachbardörfern. "Als ich Kind war, kamen die Komptendorfer mit dem Fahrrad her zu uns, um die wunderschönen weiß und rosa blühenden Bäume zu sehen", erinnert sich Kerstin Hanschke.

Fast alle alten Bäume mussten gefällt werden. Die einzige Ausnahme ist ein alter Birnbaum. Er konnte bleiben und noch in diesem Frühjahr wieder die Rundbank bekommen, die schon seit vielen Jahren zum Verweilen einlädt. Hier soll sich immer die "Birnbaum-Partei" getroffen und so manches Vorhaben für das Dorfleben ausgeheckt haben. Der alte Birnbaum hat nun ganz junge Nachbarn: Zierkirschen, Zieräpfel und viele Apfelbäume mit alten Sorten. Der Bauhof hatte die Pflanzungen vorbereitet, und so reichte die Spende, um die neuen Fruchtträger zu kaufen und in die Erde zu bringen. Drei Jahre lang übernimmt das Unternehmen die Pflege der Gewächse. Danach wollen sich die Bürger selbst darum kümmern.