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Für eine Volksvertretung der Wenden

Werben. Sandra Wilhelm ist das einzige neue Mitglied im Vorstand des wendischen Vereins „Pónaschemu“. Bei der Vorstandswahl im Küsterhaus in Werben wurden am Wochenende Uwe Gutschmidt als Vorsitzender, Klaus Lischewsky als sein Stellvertreter, Hannes Wilhelm-Kell als Schatzmeister, Siegfried Malk als Referent für die Öffentlichkeitsarbeit sowie Ilona Urban und Dietmar Christoph als Beisitzer bestätigt. red/ani

Sandra Wilhelm wird als Schriftführerin mitarbeiten.

Breit diskutiert wurde das Arbeitsprogramm der Initiative für eine wendische Volksvertretung "Serbski Sejmik". Wie Hannes Wilhelm-Kell bestätigte, will der Verein "Pónaschemu" die Initiative mit ganzer Kraft unterstützen. "Wir werden mit Vertretern unseres Vereins aktiv an der Gestaltung einer solchen Volksvertretung mitwirken. Und als Vorstand wünschen wir uns, dass auch große Vereine wie die Domowina die Initiative unterstützen", so Wilhelm-Kell.

Nicht locker lassen will "Pónaschemu" an den 2001 gestellten Anträgen zur Rechtsschreibreform. "Der Stillstand dazu ärgert uns. Dass in vielen Schulen derzeit das Niederlausitzer Wendisch in der Phonetik und in der Schreibweise falsch gelehrt wird, kann nicht hingenommen werden", sagt Wilhelm-Kell. Konkret geht es hierbei um die Wiedereinführung der Wendisch-Niederlausitzer Schreibweise mit "h" als stummem Anlaut und die Rücknahme der in den 50er-Jahren eingeführten und dem Oberlausitzer Wendisch entnommenen Einweichung mit "j".

"Pónaschemu", der Name des Niederlausitzer Vereins, bedeutet "auf unsere Art".