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| 01:04 Uhr

Frühstück mit Speck und Zwiebeln

15 Spremberger Kanuten paddelten zur Erstbefahrung über Schöps und Spree zu ihrem „Heimathafen“ am Bootshaus.
15 Spremberger Kanuten paddelten zur Erstbefahrung über Schöps und Spree zu ihrem „Heimathafen“ am Bootshaus. FOTO: Foto: André Kurtas
Spremberg/Sprey.. „So warm war es bei unserer Tour sicherlich noch nie“ , erklärten am Samstagmorgen einige Spremberger, die in Sprey bei Boxberg aus ihren Booten stiegen. Traditionell führten die Kanuten der SG Einheit zu Beginn des Jahres ihre legendäre Eierfahrt über den Schwarzen Schöps und die Spree durch. Von André Kurtas

„Wir haben heute gutes Wasser“ , erklärten sie fachmännisch. Schon seit Jahrzehnten überbringen von Jahr zu Jahr immer wieder Mitglieder des Sportvereins die obligatorischen Neujahrsgrüße. Viele von ihnen haben schon dutzende Male und mehr ihre Paddel bei solch einer Eierfahrt in die Gewässer getaucht. „In diesem Jahr sind wir 15 Teilnehmer in zehn Booten“ , berichtete Carsten Handrick, als er sein Boot aus dem Wasser an das Ufer zog.
Mit an Bord hatten die Spremberger Wassersportler auch ihre Marschverpflegung. Zum Proviant zählten neben Thermosflaschen mit heißem Tee und Kaffee auch Spaßmacher in flüssiger Form. „Heute gibt es mit Speck und Zwiebeln ein deftiges Kanutenfrühstück“ , lachten die Wassersportler.
Eingesetzt wurden die Boote zur diesjährigen Eierfahrt bereits in Boxberg. Von hier aus führte der Wasserweg nach Sprey zur Schutzhütte. Hier wurde zur Frühstückszeit eine erste Rast eingelegt. Mit von der Partie war auch wieder Elli Bigon aus Kringelsdorf, die „ihre Spremberger“ bereits seit Jahrzehnten immer an der gleichen Stelle willkommen heißt und so etwas wie die gute Seele der Kanuten ist. Es wurden die Neujahrsgrüße ausgetauscht. Zum Abschluss gab es noch einen „Kleinen“ zum Durchwärmen, bevor es wieder in die Boote ging.
Kleine unangenehme Überraschung: Ein Team musste erst einmal ein Boot in Ordnung bringen, bei dem ein kleiner Wassereinbruch zu verzeichnen war. Bis Sprey waren die Knauten ganz gut auf der Wasserstraße voran gekommen, lediglich ein Baum hinderte kurzzeitig am Weiterfahren.
Unter den einzelnen Bootsbesatzungen ist natürlich Partnerschaft gefragt. Jeder muss sich auf seinen zweiten Mann verlassen können. Viele Bootspaare sind aber schon ein lang eingespieltes Team. Gleichzeitig wird mit dieser sportlichen Veranstaltung die Geselligkeit gepflegt, das hielten schon die Vorreiter der Eierfahrt vor Jahrzehnten so. Neben Ramona Schorg, die bereits zum 19. Mal dabei war, gehörten am Samstag auch Heike Handrick und Marion Gebert zu den Vertreterinnen des schwachen Geschlechts, die ihren männlichen Mitstreitern in nichts nachstanden.
Über die Station in Neustadt paddelten die Spremberger nach dem Aufenthalt in Sprey ihrem Endziel, dem Spremberger Bootshaus, entgegen. In Neustadt angekommen, genossen die Kanuten in der Gaststätte „Zum Hammer“ ihr Mittagessen. Weiter ging die Fahrt ab Neustadt in Richtung Spremberg. Am „Wilden Wehr“ gab es bei einer kurzen Rast noch einmal einen kleinen aber kräftigen Schluck.