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Frühjahrsritt durch die Reuthener Region

Zahlreiche Reiter starteten am Samstagvormittag in Reuthen zu einem 30 Kilometer langen Frühjahrsritt durch die Region.
Zahlreiche Reiter starteten am Samstagvormittag in Reuthen zu einem 30 Kilometer langen Frühjahrsritt durch die Region. FOTO: Martina Arlt/mat1
Reuthen. Zu einem Wanderritt hoch zu Ross haben sich am Samstag Reiter durch die Reuthener Region aufgemacht. Mit dabei war auch ein Filmteam des Vereins "Back Pictures multimediales Jugendprojekt" des Spremberger Bergschlösschens, um Erinnerungen festzuhalten. Martina Arlt / mat1

Steht die Sonne höher und die Temperaturen steigen, dann beginnt auch für die Reitfreunde jedes Jahr die Sommersaison. Dann können die Ausflüge hoch zu Ross starten, Tier und Reiter machen sich startklar.

Auch im Terminkalender von Pferdeliebhaber Frank-Rainer Woyt (67) aus Reuthen sind mehrere Wanderritte für 2015 fest verankert. Er lud für Samstagvormittag interessierte Reiter zu seinem Frühjahrsritt durch die Region ein. Der Reuthener Reiter hatte dafür auch noch ein Filmteam aus Spremberg im Gepäck: "Zur Erinnerung für viele Freunde des Reitsports möchten wir heute einen Film auf unserer 30-Kilometer-Tour drehen. Mit dem Wetter haben wir großes Glück, es steht nichts mehr im Wege. Das dreiköpfige Filmteam vom Spremberger Bergschlösschen mit der entsprechenden Technik ist da."

Joern Hirsch, David Dotzler und Alexandra Singh vom Spremberger Verein "Back Pictures multimediales Jugendprojekt" bauten ihre Technik auf und begleiteten die Reiter auf ihrer Tagestour. Joern Hirsch als Chef des Filmteams zeigte sich schon gespannt auf diesen Dreh: "Auf Wunsch drehen wir immer wieder einmal Filme von verschiedenen Ereignissen. Heute lernen wir auch gleich die Reuthener Gegend mit dem schönen Park kennen." Dem Back Pictures Verein gehören sechs Mitglieder an. Dieses Projekt gibt es als Arbeitsgemeinschaft seit 1997, und 2004 wurde es ein eingetragener Verein. Örtlich geführt wurde das Filmteam von Daniel Jost.

Der Wanderritt führte am Reuthener Park vorbei Richtung Schloss, zum Spitzberg mit einer Höhe von 175 Metern nahe des Reuthener Moores sowie zum Reiterhof Woyt wieder zurück. Begleitet wurde der Tross von den Hunden Jamy und Kira. Die Mittagspause legten sie bei Frank Panoscha bei "Radlers Rast" in Lieskau ein, ebenfalls früher ein Reitschüler des Reutheners Frank-Rainer Woyt.

Die Reiter bereiteten ihre Vierbeiner auf den Ausritt vor. Auch Kerstin Nowak (54) vom Gablenzer Reiterhof "Reit- und Fahrtouristik N&N" gehörte mit Pferd Rudi zu den Teilnehmern. Sie legte vor dem Ritt Hut, Weste und Reitchaps an und war bester Laune: "Wir sind in der Region schon so eine Reitergemeinschaft. Wir pflegen die Kontakte und jeder ist einmal für die Organisation eines Ausrittes verantwortlich. Ich bin dann für den Herbstritt im Oktober der Ansprechpartner."

Am Nachmittag trafen die Wanderreiter mit den Reitfreunden Frank-Rainer Woyt auf Pferd Silverstar sowie Neffe Ronny Prellberg mit seinem Vierbeiner Unicum an der Spitze, in Reuthener Gefilden ein. Dort übernahm Norbert Nickerl die Versorgung mit Kesselgulasch. Im Roundpen, dem Longierzirkel von Frank-Rainer Woyt, machten es sich die Reiter zum Abend am Lagerfeuer gemütlich. Zur Unterhaltung hatten sie sich das Helene-Fischer-Double Franziska aus Weißwasser eingeladen. Der Neuhausener Reiter von "Spreepferde" machte in dieser Runde auch gleich darauf aufmerksam, dass er zu einem Mairitt vom 26. bis 31. Mai durch das Lausitzer Seenland einlädt. Dann gibt es Abenteuer pur mit Übernachtung in Zelten oder im Planwagen.

Immer wieder macht sich Frank-Rainer Woyt zu Wanderritten zu seinem polnischen Reitfreund Jacek Jurkowski-Ma´slak nach Pietrzykow auf. Der Reuthener Reiter Woyt lernte mit seinem 15. Lebensjahr das Reiten. Seit 1978 wohnt er in Reuthen, seit 1990 hat er seinem Reiterhof, auf dem sich derzeit vier Pferde namens Hurrikan (8), Silverstar (21), Mexx (4) und Unicum (10) heimisch fühlen. Gern denkt der Reuthener Reiter noch an den großen Ritt zurück, der im Jahr 2000 mit zwei Reitern aus der Lausitz nach Rom führte und die Teilnehmer vom Papst gesegnet wurden. Bei dieser sechswöchigen Tour mit 1762 Kilometern saß Frank-Rainer Woyt jedoch nicht hoch zu Ross, sondern begleitete sie und kümmerte sich um das Wohl der Reiter. "Reiter sind für den Naturschutz, lieben die Natur. Es ist die Verbindung zwischen Mensch und Tier, die fasziniert", so Woyt.