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Frühförderstelle hilft Kindern – und erfährt selbst Hilfe

Kerstin Schilling (links) und Carsten Marschner (r.) von der Leag trafen sich am Donnerstag mit Claudia Kulisch, Anne Hein, Anett Krautz und Dr. Holger Wahl vom Albert-Schweitzer-Familienwerk.
Kerstin Schilling (links) und Carsten Marschner (r.) von der Leag trafen sich am Donnerstag mit Claudia Kulisch, Anne Hein, Anett Krautz und Dr. Holger Wahl vom Albert-Schweitzer-Familienwerk. FOTO: wr
Spremberg. In der Frühförderung unterstützen die Fachleute des Albert-Schweitzer-Familienwerks ungefähr 70 Kinder, die sich zeitweise langsamer entwickeln, als es ihrem Alter entspricht. Das hat Geschäftsführer Dr. René Wappler

Holger Wahl am gestrigen Donnerstag im Gespräch mit Gästen der Lausitz Energie Bergbau AG mitgeteilt. Die Zahl dieser Kinder wachse langsam, aber stetig. Dies muss jedoch kein negatives Signal sein, wie der Geschäftsführer vermutet: Das zunehmende Wissen um die Entwicklung von Kindern trage dazu bei, dass sie eine bessere Fürsorge erfahren.

Nahezu alle Jungen und Mädchen, die das Albert-Schweitzer-Familienwerk auf diese Weise unterstützt, sind in den Kindertagesstätten der Region integiert. Die Frühförderung unterstützt Familien bei praktischen Fragen wie jener, welches Spielzeug im jeweiligen Alter angemessen erscheint. "Viele Leute wissen gar nicht, dass es diese Frühförderstelle gibt", sagt Holger Wahl. "Auch den Lehrern ist das mitunter nicht bewusst."

Mehrere Hinweise deuten darauf hin, ob ein Kind von diesem Angebot profitieren könnte. Wenn es sich sehr ungeschickt oder gar ängstlich bewegt, Unruhe und schlechte Konzentration aufweist, gilt eine solche Hilfe als sinnvoll. Auch wenn es sich extrem ruhig verhält und Probleme mit dem Sprechen oder dem Verstehen von Sprache zeigt, können die Mitarbeiter der Frühförderstelle das Kind im Alltag unterstützen. Nach Auskunft der Pädagogen greift die Hilfe umso besser, je früher die Eltern diese Merkmale erkennen. Allerdings gelingt es trotz allen Beistands und aller Erfolge nicht in jedem Fall, das Kind so für das spätere Leben so zu wappnen, dass es auch den Schulalltag problemlos bewältigen wird: Dies gibt Holger Wahl zu bedenken.

Kerstin Schilling und Carsten Maschner von der Lausitz Energie Bergbau AG überreichten dem Geschäftsführer des Albert-Schweitzer-Familienwerks am Donnerstag eine Spende von Mitarbeitern ihres Unternehmens. Diese Hilfe dient den Pädagogen des Hauses zum Kauf von Spielzeug, angepasst an die Bedürfnisse von Kindern in der Obhut in der Frühförderstelle.