Nach einsamen Monaten ist wieder Leben in den Horst am Südgraben Nummer 4 eingekehrt. Gegen Ende März kam der erste Weißstorch aus den südlichen Gefilden zurück und machte es sich über den Terpschen Dächern bequemem.

Das Gefieder-Muster verrät in Terpe den alten Bekannten

Storchenbeobachterin Steffi Kiethe, die in direkter Nachbarschaft zum Horst wohnt, will bereits erkannt haben, dass es sich bei diesem Storch um einen alten Bekannten handelt. „Ihn hatten wir schon mehrfach hier“, ist sich die Nachbarin sicher. Klares Indiz dafür: Das markante Gefieder-Muster und der amtliche Fußring. Diesen habe sie mit einem Fernrohr deutlich erkannt, fügt sie hinzu.

Alleine musste der langbeinige Geselle allerdings nicht bleiben, da nur zwei Tage später seine Partnerin eintrudelte. Laut Steffi Kiethe trage sie jedoch keinen Ring. Trotzdem freuen sich die Anwohner des Spremberger Ortsteils auf die Besucher und hoffen auf baldigen Nachwuchs. Die Anwohner wollen indes bereits eifriges Balzverhalten und Schnabelklappern vernommen haben.

In Terpe sind schon viele Jungstörche aufgezogen worden

Wenn es nach der nebenstehenden Tafel des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) geht, scheint der Standort des Horstes geradezu prädestiniert für reichlich Nachkommen zu sein. So gab es seit 2016 stets drei Storchenküken. Die Storchenbeobachterin kennt derweil auch den Grund, weshalb es den Weißstörchen in Terpe so gut gefällt. „Die Gegend ist recht feucht, was wiederum für ein reichhaltiges Nahrungsangebot sorgt.“

Störche ernähren sich von Insekten, Fröschen, Mäusen und Fischen. Nach der Brutzeit von knapp 30 Tagen brauchen die Jungstörche gut 1200 Gramm Nahrung am Tag.