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Friedhof bekommt Dach für Trauerhalle

Roland Linke und Hans-Jochen Hoffmann vom Ortsbeirat begutachten die sanierte Trauerhalle.
Roland Linke und Hans-Jochen Hoffmann vom Ortsbeirat begutachten die sanierte Trauerhalle. FOTO: wr
Spremberg. Sieben Jahre von der Idee bis zum erfüllten Wunsch: Am Freitag begutachteten Mitglieder des Ortsbeirats von Schwarze Pumpe mit den beteiligten Firmen und Mitarbeitern des Rathauses die sanierte Trauerhalle auf dem Friedhof Nord. Nun besitzt das Gebäude ein großes Vordach. René Wappler

Roland Linke vom Ortsbeirat erklärt: "Bisher standen die Trauergäste im Regen oder in der prallen Sonne." Dieses Problem bestehe seit Freitag nicht mehr. Darüber hinaus nahmen die Fachleute Malerarbeiten vor, und sie erneuerten die Tür. Weitere kleinere Reparaturen stehen in den nächsten Wochen an.

Wie aus dem Friedhofskonzept des Rathauses hervorgeht, befinden sich auf dem Friedhof noch 95 Grabstätten, von denen 65 als Urnengräber dienen. Im Jahr 2009 beherbergte die Anlage noch 118 Grabstätten. Aufgrund des drastischen Rückganges an Erdbestattungen wird die Friedhofsfläche nur noch zu einem kleinen Teil ausgelastet - ähnlich wie im Nachbarort Terpe.

Dennoch sieht das Konzept bis zum Jahr 2025 auf dem Friedhof Nord in Schwarze Pumpe einen Investitionsbedarf von insgesamt 75 000 Euro vor. In diese Summe bezieht es neben der Trauerhalle den Zaun ein, die Freifläche und die Wasserversorgung. Auch in diesem Aspekt bildet das Grundstück keine Ausnahme.

Denn grundsätzlich heißt es im Konzept zur Situation auf den städtischen Spremberger Friedhöfen: "In den vergangenen Jahren konnte eine Reihe von Trauerhallen saniert oder umgenutzt werden." Allerdings seien ein Großteil der Leitungen für die Wasserversorgung und der Einfriedungen zu sanieren, ebenso die Wege und Freiflächen. Für die nächsten zehn Jahre rechnen die Rathaus-Mitarbeiter mit einem Investitionsaufwand von 536 000 Euro, damit der Bestattungsbetrieb auf den Friedhöfen der Ortsteile und Stadtteile erhalten bleibt. Als Schwerpunkte gelten dabei neben Schwarze Pumpe Nord die Anlagen in Slamen, Trattendorf, Schönheide und Groß Luja.