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| 14:08 Uhr

Treffen
Wenn das Leben Spuren hinterlässt

Beim 36. Frauenfrühstück waren mit dabei: Referentin Silke Traub, Moderatorin Andrea Seeling sowie Ilona Schötz-Zorn und Manuela Kühn vom Vorbereitungsteam der Veranstaltungsreihe (v.l.n.r.).
Beim 36. Frauenfrühstück waren mit dabei: Referentin Silke Traub, Moderatorin Andrea Seeling sowie Ilona Schötz-Zorn und Manuela Kühn vom Vorbereitungsteam der Veranstaltungsreihe (v.l.n.r.). FOTO: Arlt Martina
Spremberg. Frauenfrühstück im Spremberger Bergschlösschen ist mit 240 Teilnehmern ein voller Erfolg.

„Wenn das Leben seine Spuren hinterlässt ...“ – mit diesem Thema haben sich die Gäste zum 36. Frauenfrühstück am Samstag in Spremberg auseinandergesetzt. Das zehnköpfige Organisationsteam hatte sich die Referentin Silke Traub aus Süddeutschland eingeladen.

Die Frauen aus der Landeskirchlichen Gemeinschaft, der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde und vom Katholischen Pfarramt „Sankt Benno“ sind bereits ein eingespieltes Team. Zweimal im Jahr bereiten sie diese Veranstaltungsreihe vor. Seit 18 Jahren ist das Interesse am Spremberger Frauenfrühstück ungebrochen groß. Es ist schwierig, eine Karte für den netten Vormittag in der Gemeinschaft zu ergattern. 240 Frauen ließen sich nun auch am Samstag an den liebevoll gedeckten Tischen verwöhnen. Für die Deko auf den langen Tischen und auf der Bühne sorgten Berit Strathemann und Peggy Kott. 24 Tischverantwortliche richteten ein reichliches Frühstück an. Immerhin werden an so einem Tag 400 Brötchen und acht Brote verspeist.

Andrea Seeling von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde stellte sich kurz vor und übernahm die Moderation der Veranstaltung. Doch bevor der Frühstückskaffee an den Tischen duftete, trug das Tschernitzer Mandolinenorchester zur Unterhaltung bei. Das Ensemble besteht bereits seit 69 Jahren.

Die Referentin Silke Traub ist in Spremberg keine Unbekannte. Bereits zum dritten Mal ist sie in der Stadt zu Gast. Die ehemalige Lehrerin  ist seit mehr als 30 Jahren im Rahmen der Vortragstätigkeit unterwegs. Mit der Lausitz ist sie besonders gut vernetzt. Sie sprach hier schon über  verschiendste Themen, beispielsweise ob Karriere, Geld oder Gesundheit das Lebensglück sind. Ein anderes Mal griff sie die Suche nach dem Lebensrätsel auf.

„Die Frühstückstreffen gehören zur Kontinuität in meinem Leben. Gesprächsthemen gibt es viele. Man muss in jeder Lebenssituation das Beste daraus machen, damit man auch als Rentner sozusagen keine verbitterte Alte wird“, sagt sie. Denn schließlich habe das Leben bei jedem bereits seine Spuren hinterlassen. „Was uns in dieser ganzen Zeit begegnet, sei es positiv oder negativ, damit müssen wir  fertig werden“, betont die Referentin. Und wie jeder Mensch diese Situationen für sich persönlich umsetzt, darüber sollten sich die Frauen Gedanken machen.

Die 66-Jährige ist überzeugt, dass diese Vortragsreihe und auch das gemeinsame Frühstück das Erfolgsrezept für diese Frauenfrühstückstreffen sind. Dieses Forum bietet etwas für den Geist und für das Miteinander. Die Frauen müssen in den jeweiligen Altersklassen ein Konzept für sich entwickeln. Bei diesen Veranstaltungen sind vorrangig Frauen zwischen 50 und 60 Jahren zu Gast, das ist die Plattform für diese Generation.

Annett Klauschens (52) stammt aus Spremberg und übernimmt bereits seit Jahren die Kinderbetreuung im Rahmen des Frauenfrühstücks. „Ich wohne jetzt in Dresden, doch das ist für mich immer wieder ein schöner Anlass, Freunde in Spremberg zu besuchen“, sagt sie. Meist habe sie ihre Tochter Nadine (27) an der Seite. Es werde gebastelt, gespielt und mit der Gitarre Musik gemacht. „Es macht Spaß und die Eltern können in Ruhe das Frühstück genießen“, sagt sie.

Um für so viele Gäste die Tische einzudecken, wird dann auch von der Landeskirchlichen Gemeinschaft das Geschirr benötigt. „Wir werden auch von der Örtlichen Liga und vom Bergschlösschen unterstützt, es ist für uns die richtige Räumlichkeit. Das Haus bietet beste Voraussetzungen für unsere Veranstaltungen“, sagt Ilona Schötz-Zorn. Logistisch klappe das alles.

Auch viele Ehemänner würden mithelfen. „Es ist ein organisiertes Team“, betont sie. Besonders freut sie sich darüber, dass Goedele Matthyssen von der Confiserie für die Referentinnen als Dankeschön seit Jahren eine Schokoladentasse spendiert. Begonnen hat das alles im Jahr 2000 mit 80 Leuten im kleinen Raum der Landeskirchlichen Gemeinschaft“.

Das nächste Frauenfrühstück in Spremberg findet am 3. November 2018 im Bergschlösschen statt.