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| 17:26 Uhr

Kakteen
Fotografie-Trend Kakteen: Lass es wuchern

Kakteen-Hobbyfotograf Dietmar Kalfirst (r.) gibt seine Erfahrungen an andere Kakteeenfreunde weiter. In der Spremberger Fachgruppe wird sich einmal im Monat regelmäßig beim Fachgruppenabend ausgetauscht.
Kakteen-Hobbyfotograf Dietmar Kalfirst (r.) gibt seine Erfahrungen an andere Kakteeenfreunde weiter. In der Spremberger Fachgruppe wird sich einmal im Monat regelmäßig beim Fachgruppenabend ausgetauscht. FOTO: Anja Guhlan
Spremberg. Kakteenfreunde des Spremberger Kulturbundes rücken ihre stacheligen Freunde auch ins rechte Bild.

Riesige und wunderschön blühende Kakteen und Sukkulenten haben sich nicht nur in der Mode und im Design breitgemacht, sondern auch zunehmend in der Fotografie. Da sich diese Pflanzenart im Winter in einer Art Ruhezustand befindet, haben sich die Kakteenfreunde des Spremberger Kulturbundes für ihre regelmäßig stattfindenden Fachgruppenabende im Januar etwas Besonderes einfallen lassen: Diskutiert und besprochen wurde, wie Kakteen besser ins Bild gerückt werden können.

Seit mehr als 40 Jahren sammeln und pflegen die Kakteenfreunde meist erfolgreich Kakteen und andere Sukkulenten. Es ist kein Hexenwerk, diese Pflanzen zum Blühen zu bringen, jedoch braucht es die richtige Pflege, einen fürsorglichen Umgang sowie Geduld. „Manche Kakteen blühen erst nach 30 Jahren“, schildert Eckhard Lehmann (68), der die 16-köpfige Ortsgruppe als Vorsitzender führt. Die sogenannte „Königin der Nacht“ (Selenicereus grandiflorus) blüht nur ein einziges Mal im Jahr – und zwar nachts. Die weißlich-gelben Blüten verströmen einen betörenden Vanilleduft und sind bereits nach wenigen Stunden wieder verblüht, berichtet Ingrid Lehmann (65).

Die meisten Kakteenliebhaber wollen genau solche Momente festhalten. „Die Blüte ist das schönste Fotomotiv“ , meint Gisela Meyer. Mit ihren 78 Jahren ist sie das älteste Mitglied der Ortsgruppe und zeitgleich eine der Kakteenfreunde, die mit der Handykamera fotografiert.

Zahlreiche Fotografien von Kakteen und anderen Sukkulenten werden an dem Fachgruppenabend herumgezeigt. Allem voran die Bilder von Dietmar Kalfirst. Der 65-Jährige fotografiert diese Pflanzen seit 1989. „Damals hat mich die ’Seuche’ angesteckt“, witzelt er. Seine Leidenschaft für Kakteen füllt inzwischen sechs oder sieben Fotoalben. Zum Fachgruppenabend hat er lediglich einen Bruchteil dabei. Dabei ist Dietmar Kalfirst jemand, der es versteht, den Kaktus richtig ins Szene zu setzen, die Makro-Einstellungen seiner Kamera kennt und genug Erfahrung hat, wann er auf den Auslöser drücken muss.

Die zahlreichen Fotos, die auch wie wild auf dem Tisch verteilt sind, zeigen ganz unterschiedliche Pflanzen. Zum Beispiel eine „Euphorbia“ als junge Pflanze sowie acht Jahre später, als ihre Areolen weiter aufgegangen sind. Auch die „Wüstenrose“ mit ihrem exotischen Anmut ist dabei. Ebenso der „Affenschwanz“ (Hildewintera Calademononis), der seit etwa 25 Jahren in Deutschland verbreitet ist.

Für die Kakteenfreunde dient das Fotografieren ihrer Pflanzen erstrangig zur Präsentation und Dokumentation. „Auch für den Erfahrungsaustausch“, fügt Kakteenfreund Burkhard Meinel (55) hinzu. So tauschen sich die Fachgruppenmitglieder untereinander nicht nur über die Fototechniken aus, sondern reden auch über die Bildmotive sowie über Pflegehinweise, die Wachstumszeit, die Nachblüten oder die jeweiligen Bedingungen zum gesunden Wachstum.

Beim nächsten Fachgruppenabend am 20. Februar, ab 18 Uhr, sollen Mitglieder bis zu zwei ihrer Pflanzen vorstellen. Gerne sind dazu auch Besucher willkommen.

(ang)