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| 17:08 Uhr

Neue Tagesklinik für Senioren
Damit Senioren zu Hause alt werden können

Die Torte anscheiden dürfen zum Start der geriatrischen Tagesklinik Sprembergs Krankenhauschefin Kathrin Möbius und Kerstin Schenker, Leiterin der Stabsstelle Recht im Spremberger Rathaus.
Die Torte anscheiden dürfen zum Start der geriatrischen Tagesklinik Sprembergs Krankenhauschefin Kathrin Möbius und Kerstin Schenker, Leiterin der Stabsstelle Recht im Spremberger Rathaus. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
Spremberg. Lausitz Klinik Forst eröffnet mit Spremberger Krankenhaus eine geriatrische Tagesklinik am Puschkinplatz.

(ani) Die Gerontologie erforscht das Altern, die Geriatrie behandelt Krankheiten, die beim Altwerden auftreten. MD Nidal Mansour ist Experte auf diesem Gebiet. Seit Mai 2016 leitet er die Geriatrie im Forster Lausitz Klinikum. Nun startete der Chefarzt mit Hans-Ulrich Schmidt, Geschäftsführer der Lausitz Klinik Forst, und Kathrin Möbius, Geschäftsführerin der Spremberger Krankenhausgesellschaft, die Geriatrische Tagesklinik in Spremberg. Platz gefunden hat sie dank Unterstützung der Stadtverwaltung im Haus der Vereine am Puschkinplatz.

Zur Kooperation, so gesteht Hans-Ulrich Schmidt, wurden die zwei Krankenhäuser vom brandenburgischen Gesundheitsministerium ein bisschen gezwungen. „Das Kriegsbeil haben wir begraben. Denn die Tagesklinik verbessert die Situation für unsere Patienten vor Ort“, sagt Kathrin Möbius. Auch die Allgemeinmedizinerin Sabine Sköries ist froh: „Die Tagesklinik ist eine Fördereinrichtung. Patienten, die mit ihren Einschränkungen nur noch ins Pflegeheim verlegt werden könnten, kommen hier auf die Füße, lernen neu, den Alltag zu Hause zu meistern, holen sich ein Stück Wohlbefinden zurück.“

Dafür gibt es Therapieräume, in denen Ergotherapeuten, Logopäden und Physiotherapeuten mit den Menschen arbeiten können, sie auf die Reha oder auf zu Hause vorbereiten. Egal, ob sie einen Schlaganfall hatten, mit Amputationen oder leichter Demenz leben müssen oder nach schweren Krankenheiten schwach sind Das Zähneputzen wird im Bad probiert wie das Zubereiten einer Mahlzeit in der Küche. Die Patienten bekommen gezeigt, wie eine Kralle beim Apfelschneiden hilft und sie es mit Sitzerhöhung allein aus dem Sessel schaffen.

Zehn Plätze hat Sprembergs Tagesklinik. Für 20 Plätze wie in Forst reicht die Etage am Puschkinplatz nicht. „Das hier ist eine Zwischenlösung. Wir halten weiter Ausschau nach einer geeigneten Immobilie“, sagt Hans-Ulrich Schmidt. Das Spremberger Krankenhaus unterstützt die Forster nicht nur mit Ergotherapeuten, sondern auch mit dem Catering und der Reinigung.

(ani)