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| 01:09 Uhr

„Forst käme dafür eher nicht Frage“

Im Beitrag „Schülerrückgang: Für Förderschulen wird es eng“ (LR, vom 22. Januar) waren Dr.

Dietmar Rittels Überlegungen zu einer möglichen Förderschule mit Dependancen in anderen Städten nicht korrekt wiedergegeben worden, da er sie gerade nicht auf die private Forster Förderschule für Geistbehinderte als zentrale Trägereinrichtung bezogen wissen wollte. Der Vertreter der Gruppe unabhängiger Bürger Spree-Neiße/Wählergemeinschaft Turnow (GUB-SPN/WG T) erklärt ergänzend:
Nach 1990 hat sich in den Kreisen der Region - später dann im Landkreis Spree-Neiße - wie in den benachbarten Kommunen auch ein System von Förderschulen für Geistigbehinderte herausgebildet, das hohen Ansprüchen genügt. Überwiegend sehr gute äußere Bedingungen sowie ein hohes Qualifikationsniveau des pädagogischen Personals bieten beste Voraussetzungen für die Bildung, Erziehung und Betreuung der behinderten Kinder und Jugendlichen. Angesichts der gegenwärtigen Situation - die demographische Entwicklung wirkt sich auch auf die Förderschulen aus, wie die RUNDSCHAU berichtete, sollte alles unternommen werden, um die Einrichtungen in Spremberg und Guben, die sich in Trägerschaft des Landkreises Spree-Neiße befinden, im Interesse der Schülerinnen und Schüler zu erhalten, die in diesen Regionen wohnen.
Dabei haben für uns kooperative Vorhaben mit allgemeinbildenden Schulen - wie zum Beispiel in Spremberg beabsichtigt - Priorität. Den Initiativen von Pädagogen und Eltern wurde im kreislichen Bildungsausschuss Unterstützung bekundet. Erst wenn Initiativen dieser Art erfolglos bleiben sollten und der Status einer eigenständigen Förderschule nicht mehr gesichert wäre, sollte über Außenstellen (Dependancen) in Spremberg und Guben nachgedacht werden. Entscheidend ist dabei für uns, dass sonderpädagogische Kompetenz mit den vorhandenen guten Bedingungen vor Ort erhalten bleibt, um eine völlige Schließung der Einrichtung zu verhindern und damit den häufig schwerst- und mehrfachbehindeten Schülerinnen und Schülern einen weiten und belastenden Fahrweg zu ersparen. Dabei sehen wir keinen Grund, eine solche Struktur nicht in kreislicher Trägerscha ft zu belassen. Deshalb käme Forst als möglicher Hauptstandort eher nicht in Frage, weil sich hier die Wichernschule als eine Förderschule in freier Trägerschaft befindet - eine private Einrichtung, die ebenfalls seit Jahren eine bewährte Arbeit leistet.
Konkrete Entscheidungen sollten durch die Verantwortlichen aber erst dann getroffen werden, wenn sich die weiteren Entwicklungen deutlich abzeichnen und andere Varianten keine Lösung bringen. Hauptkriterium muss dabei die Sicherung der Qualität von Bildung und Erziehung der Kinder und Jugendlichen mit Behinderungen sein.