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| 15:55 Uhr

Jubiläum am Wiesenweg
Förderangebot wächst seit 25 Jahren

Hartmut Höhna bedankte sich bei Katrin Binnenhei und der früheren Leiterin Anne Neigenfind (rechts) für die Arbeit der Frühförderung.
Hartmut Höhna bedankte sich bei Katrin Binnenhei und der früheren Leiterin Anne Neigenfind (rechts) für die Arbeit der Frühförderung. FOTO: LR / Rene Wappler
Spremberg. Die Fachleute des Behindertenwerks Spremberg betreuen 160 Kinder von Zittau bis Märkisch Oderland.

Ein stetiges Wachstum verzeichnet die Frühförderung des Behindertenwerks Spremberg (BWS), die in dieser Woche seit 25 Jahren besteht. So betreuten die Mitarbeiter im Jahr 2000 noch 80 Kinder. Inzwischen kümmern sie sich um 160 Jungen und Mädchen, wie Leiterin Katrin Binnenhei berichtet.

25 Fachkräfte arbeiten in der mobilen Frühförderung. Das Angebot richtet sich an Kinder bis zu sieben Jahren, die eingeschränkt sehen und hören. Katrin Binnenhei erläutert: „Wir unterstützen die Familien daheim bis zur Einschulung.“

Der Vorstandsvorsitzende des BWS, Hans-Werner Dobberstein, erinnert sich an den Anfang der Frühförderung. „Im Frühjahr 1992 erhielten wir einen Hilferuf aus Döbern.“ Demnach wandten sich die Eltern eines zweijährigen blinden Jungen in einem Brief an das BWS. Sie hofften darauf, dass er mit gezielter Anleitung das Laufen und das Lesen lernen könne. „Heute arbeitet der junge Mann bei uns im Bereich für Montagen“, berichtet Hans-Werner Dobberstein.

Im Mai 1992 beschloss der Vorstand die Frühförderung einzurichten. „Von Anfang an war es unser Anspruch, die Eltern einzubeziehen und zu beraten“, sagt Hans-Werner Dobberstein. „Deutschlandweit handelt es sich inzwischen um eine der größten Stellen in diesem Leistungsbereich.“ Nach Auskunft der Leiterin Katrin Binnenhei reicht das Aufgabengebiet von Märkisch Oderland bis nach Zittau.

Stolz kommentiert BWS-Geschäftsführer Hartmut Höhna das Jubiläum der Frühförderung: „Es ist erstaunlich, was wir in diesen 25 Jahren aufholten und wie wir uns entwickelt haben.“ Er kündigt an, dass die Mitarbeiter ab dem Jahr 2020 auch Komplexleistungen anbieten wollen, die auch das psychosoziale Umfeld der Kinder berücksichtigen. Je früher eine Auffälligkeit oder Beeinträchtigung erkannt werde, desto besser könnten die Fachleute helfen. Ähnlich äußert sich Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger (CDU): „Die Investition in ein selbstbestimmtes Leben unserer Kinder muss einen hohen Stellenwert haben.“

(rw)