ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:51 Uhr

Welzwo
Flugzeuge und mehr in Welzow

Interessant für die Besucher sind immer wieder die Flugzeuge, die sich auch am vergangenen Wochenende auf dem Welzower Flugplatzgelände zu den 12. Tagen der Luftfahrt präsentierten.
Interessant für die Besucher sind immer wieder die Flugzeuge, die sich auch am vergangenen Wochenende auf dem Welzower Flugplatzgelände zu den 12. Tagen der Luftfahrt präsentierten. FOTO: Arlt Martina
Welzow. Die zwölften Tage der Luftfahrt locken viele Besucher auf den regional bedeutsamen Flugplatz. Von Martina Arlt

Die zwölften Tage der Luftfahrt und des historischen Motorsports fanden am vergangenen Wochenende auf dem Welzower Flugplatzgelände statt. Dieses zweitägige Fest bereitet Peter Müller als Leiter der Flugschule Spree-Neiße-Flug und Geschäftsführer des Flugplatzes seit langer Zeit mit seinem Team vor. Doch in Welzow fanden die Tage der Luftfahrt nun zum vierten Mal statt, davor in Cottbus-Drewitz.

Der 63-Jährige war viele Jahre auf dem Flugplatz Cottbus-Drewitz tätig und wechselte 2015 nach Welzow. Seitdem ist er Geschäftsführer des Welzower Flugplatzes und betreibt die Fliegerschule Spree-Neiße-Flug. Zu seinen Mitarbeitern gehören vier Festangestellte, davon ein Behinderter, und einige Minijober. Das Flugplatzareal umfasst eine Fläche von 600 Hektar – ein Großteil davon ist LEAG-Fläche und ein kleiner Teil von 50 Hektar gehört der Stadt Welzow. „Wir haben einige Flugbetriebsflächen angemietet. Immerhin konnten wir im Jahr 2017 insgesamt 6700 Flugbewegungen registrieren, auch das Jahr 2018 lässt sich gut an“, sagt der erfahrene Pilot Peter Müller.

Am vergangenen Wochenende rechneten die Veranstalter täglich mit mehr als 1000 Besuchern. An diesen beiden Tagen nutzten die Gäste die Gelegenheit, die Flieger ganz aus der Nähe zu betrachten, auch Hubschrauberflüge zogen auf dem großflächigen Platz die Blicke auf sich. Und wer am Wochenende einfach selbst einmal Pilot sein wollte, bekam die Chance dafür. Für die Neulinge gab es eine umfassende Einweisung. Die Flugzeuge sind mit einer Doppelsteuerung ausgerüstet und so war für den „Fall aller Fälle“ vorgesorgt. Die Fallschirmspringer waren immer wieder ein Hingucker, als sie mit ihren farbigen Schirmen Richtung Erde glitten. Die Freunde vom Modellsport Nardt bereicherten das Angebot zu dem Flug-Wochenende in Welzow.

Adeline Stülpner (33) und Susann Stolzenburg (34) sind jedes Jahr mit den Kindern beim Flugplatzfest dabei: „Für die Kinder gibt es viele schöne Beschäftigungen zu diesem Fest. Sie können auch mit der Pferdekutsche über den großen Platz fahren, das Wetter spielt heute mit. Man trifft Leute, die wir sonst nicht sehen würden. Wir kommen gern hierher“, so Adeline. Claudia Mariann Schmidt vom Proschimer Reit- und Fahrverein war mit ihren Vierbeinern Elsa und Filou auf dem Flugplatzgelände unterwegs. Auf Wunsch wurden die Gäste bei herrlichem Sonnenschein chauffiert.

Die Freunde vom MC Klassik-Motorsport Cottbus präsentierten sich mit ihren motorisierten Liebhaberstücken. Es fanden Demonstrationsrennen mit historischen Motorrädern statt. Doch auch andere Clubmitglieder machten sich am Wochenende mit ihren historischen Fahrzeugen auf den Weg zum Flugplatz. Dafür sorgte in diesem Jahr wieder der 76-jährige Gerhard Miersch aus Welzow, der selbst einen „Opel Kapitän“ mit Baujahr 1951 besitzt. „Heute stellen die Motorsportclubs aus Schwarzheide, Hoyerswerda, Bad Muskau und Spremberg zahlreiche Oldtimerautos und Motorräder aus. Auf diesem großzügigen Gelände bietet sich das einfach an“, so Gerhard Miersch. Vertreter der Bundeswehr aus Berlin nutzten gleich die Gelegenheit und betrieben mit einem Infostand Werbung für diesen Berufszweig.

Derzeit werden in Welzow acht Flugschüler in der Flugschule ausgebildet. Sie profitieren auch vom Kunstflugtraining mit Trainer Klaus Schrodt. Im Alltag gibt es in Welzow Geschäftsflugverkehr, Sportflugverkehr und der Platz hat eine Erlaubnis für Flugzeuge bis 14 Tonnen. Dort starten und landen Fluggäste nicht nur aus der Schweiz und Österreich, sondern aus ganz Europa. „Der Welzower Flugplatz entwickelte sich zwischen Berlin und Dresden für den regionalen Flugverkehr und wird gern angenommen“, so Peter Müller.