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| 12:40 Uhr

Korrigierte Fassung: Neu in Spremberg
Spremberger investieren in ein Genusswerk

 Bauabsprache der Bauherren Beate und Per Kadach mit dem Projektmanager Rico Mrochen der Firma Haberi und dem Seniorchef der Baufirma HT Bau Nagora. (v.l.n.r.).
Bauabsprache der Bauherren Beate und Per Kadach mit dem Projektmanager Rico Mrochen der Firma Haberi und dem Seniorchef der Baufirma HT Bau Nagora. (v.l.n.r.). FOTO: Detlef Bogott
Spremberg. In Spremberg wird eine ehemalige McDonalds-Filiale zu einer Fleischerei mit Gastronomie umgebaut. Aus Sicht des heimischen Traditionsbetriebes Kadach ist das auch ein Stück Lausitzer Strukturwandel. Von Detlef Bogott

Der ehemalige Schnellimbiss ist in keinem guten Zustand gewesen. Ein Wasserschaden war durch eine defekte Regenrinne entstanden, unter dem Dach hatte sich unter anderem ein Marder einquartiert. Da die Vorschriften für die  Wärmedämmung inzwischen deutlich verschärft wurden, mussten auch sämtliche Fenster gewechselt und zusätzliche Dämmung auf Fussboden wie Dach eingebracht werden.

,,Geredet wird ja viel, aber wir nehmen den Strukturwandel jetzt mal selbst in die Hand“, sagen  Beate und Per Kadach eher scherzhaft. Die Kadachs investieren  in das Haus, auch weil beide an die Region und Spremberg glauben. In dem neuen Objekt werden über 20 Mitarbeiter nach der Fertigstellung beschäftigt sein. Gerade für den Verzehrbereich werde noch Personal gesucht, bekräftigt Beate Kadach.

Wann in dem alten Fastfood-Restaurant regionale Fleischprodukte über die Theke gehen, lässt sie aber noch offen. Da sich Kauf und Grundbucheintragung hinzogen, wurde der Bau zu einer Winterbaustelle, bedauert Beate Kadach. „Deshalb können wir uns auf einen Eröffnungstermin auch noch nicht festlegen.“ Das seit acht Jahren verlassene Gebäude wurde in den vergangenen Wochen vollständig entkernt. Die neuen Wände stehen schon.

Abgesehen von einigen besonders spezialisierten Firmen arbeiten Beate und Per Kadach auch fast ausschließlich mit Firmen aus dem Spremberger Raum zusammen, mit denen die Traditionsfleischerei auf eine langjährige Zusammenarbeit zurückblicken kann.

Kadachs Projektleiter Rico Mrochen von der Firma Haberi, der auch mit der Ladenbaufirma zusammenarbeitet, ist vom Bodensee wieder in seine Heimat im Spremberger Raum zurückgekehrt und bringt internationale Erfahrung mit.

Details zum Angebot nennen Kadachs noch nicht, aber die Burger dürften das reichhaltige Angebot ergänzen, für die die Rindfleischpads täglich frisch in eigener Produktion gefertigt werden sollen – aus Jungbullenfleisch aus dem Raum Spreewald und Teltow/Fläming. Neben dem Hauptangebot von Kadachs, nämlich Fleisch und Wurst, soll es ein umfangreiches Frühstücks-, Mittags- und Ganztagsangebot geben, ergänzt durch Backwaren und Eis.