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| 16:10 Uhr

Spremberg
Flaxe und Krümel erobern ihre Baustein-Matte

Sponsoren legen 1400 Euro zusammen, damit Kinder der Integrationskita mit Riesen-Puzzle experimentieren können.

(ani) Auf die Matte, fertig, los! Wie schnell eine Multifunktionsmatte in 34 Spielelemente zerlegt werden kann, haben am Dienstag mehrere Sponsoren in der Spremberger Integrationskita „Flax & Krümel“ erlebt. Die Rechtsanwälte Volker Menzel und Markus Porzberg, Robby Samieske von der Gebäudereinigung, die BASF Schwarzheide, das Malerhandwerksunternehmen Krautz & Pujo, die Bauingenieurin Ines Kamenz-Drawe und Weikom-Bau  haben gemeinsam 1400 Euro gesponsert, damit sich die Kita in Trägerschaft der Lebenshilfe Region Spremberg diese neue Matte anschaffen kann. Sie liegt im psychomotorischen Bereich der Kita. Und die Kinder lieben sie: Wild hüpfen sie auf ihr, schlagen Purzelbäume oder strecken sich auf ihr einfach aus. „Fühl mal“, flüstert Marie, „da sind Bausteine drin.“ Mit ihren kleinen Fingern fährt sie über die Rillen unterm Mattenstoff. Aber Bausteine? Maik Pohl, der Heilerzieher, nickt und zieht mit den Kindern den Reißverschluss auf.

Ein  apfelgrünes Schaumstoffpuzzle kommt zum Vorschein. „Montags wird auf ihr erst einmal getobt und gekämpft, dienstags beginnen die Kinder, den Reißverschluss aufzuziehen und mit den einzelnen Elementen zu spielen. Und freitags puzzeln wir sie wieder zur Matte zusammen. Weil das nicht einfach ist, habe ich vorm ersten Auseinandernehmen ein Foto gemacht, was unsere größeren Kinder sich immer als Plan holen.“

107 Kinder besuchen derzeit die „Flax & Krümel“-Kita. Elf Erzieher, vier Heilpädagogen und drei junge Leute, die ihr Freiwilliges Soziales Jahr in der Lebenshilfe-Einrichtung absolvieren, sind für die Kinder da. „Und wir bilden drei Nachwuchskräfte aus“, sagt Lebenshilfe-Geschäftsführer Jörg Paukstadt, „zu Erziehern und zum Kinderpädagogen.“ Auch dass zum Team inzwischen drei Männer gehören, bereichert sehr.

Die Matte war ein großer Wunsch, nachdem ähnliche Elemente mit den Jahren zerschlissen waren. In einem nächsten Vorhaben will Jörg Paukstadt den langen dunklen Flur, den die Kita im DDR-Kiko-Baustil noch hat, freundlicher gestalten und die angrenzenden Räume öffnen.