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| 14:41 Uhr

Untersuchung im Revier
Firma misst Bewegung des Bodens durch Bergbau

Andrea Kienitz und ihre Kollegen waren unter anderem in Groß Oßnig unterwegs.
Andrea Kienitz und ihre Kollegen waren unter anderem in Groß Oßnig unterwegs. FOTO: LR / René Wappler
Spremberg/Cottbus. Oberflächen-Dokumentation im Auftrag der Leag findet jährlich statt.

Manche Autofahrer verwechseln ihre Messinstrumente mit einem Blitzer. Mitarbeiter der Firma GMB haben entlang der Bundesstraße 97 zwischen Spremberg und Cottbus eine Höhenmessung vorgenommen. Wie Kathi Gerstner von der Pressestelle der Lausitz Energie Bergbau AG (Leag) mitteilt, umfasst diese Aufgabe die gesamte Lausitz.

Fachleute bezeichnen die Messung als Revier-Nivellement. Sie findet jährlich im Gebiet statt, das der Bergbau beeinflusst. So lassen sich nach Angaben der Pressestelle relevante Bodenbewegungen wie das Setzen oder Heben im jeweiligen Bereich mit „hoher Genauigkeit“ erfassen. Dabei arbeitet die Firma GMB im Auftrag des Bergbauunternehmens.

Als Grundlage dafür dient das Bundesberggesetz. Paragraf 125 besagt: Die Unternehmer müssen auf eigene Kosten Messungen vornehmen lassen, die es erleichtern, die Folgen des Bergbaus für die Oberfläche festzustellen. „Die Ergebnisse der Messungen sind unverzüglich bei der zuständigen Behörde einzureichen“, heißt es im Bundesberggesetz.

So erläutert Kathi Gerstner von der Leag-Pressestelle, dass die Resultate der aktuellen Untersuchung im Höhenfestpunktriss dokumentiert werden. Ihn übergeben die Mitarbeiter des Unternehmens alle zwei Jahre dem Bergamt.

Dabei vermessen die Fachleute der Firma GMB nach eigenen Angaben Jahr für Jahr um die 1200 Kilometer für die Leag. Das Büro für diese Arbeiten befindet sich in Schwarze Pumpe, wo die GMB darüber hinaus auch Aufträge für die Papierfabrik, die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) und weitere Unternehmen übernommen hat. Das geht aus ihren Referenz-Unterlagen hervor. Die Firma GMB ist eine Tochtergesellschaft der Leag. Für sie arbeiten 280 Angestellte an zehn Standorten.