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| 16:10 Uhr

Filmnächte Spremberg
Freitag kommt „Gundermann“

 Die Spremberger Spreenixe Cindy Ahne besuchte genauso wie 30 polnische Gäste den ersten Filmabend auf der Spremberger  Freilichtbühne.
Die Spremberger Spreenixe Cindy Ahne besuchte genauso wie 30 polnische Gäste den ersten Filmabend auf der Spremberger  Freilichtbühne. FOTO: Anja Guhlan
Spremberg. Zum Auftakt der Filmnächte wird deutsch-polnische Freundschaft gepflegt. Zahlreiche Besucher erleben Freiluft-Kino. Auch polnische Gäste waren vor Ort. Von Anja Guhlan

„Film ab!“ heißt es seit  Mittwoch jeden Abend auf der Spremberger Freilichtbühne. Denn auch in diesem Jahr finden dort an  fünf Tagen die Spremberger Filmnächte statt. Den Startschuss für die diesjährigen Filmnächte hat am Mittwochabend  der Moderator Benjamin Schorg im Beisein der neuen Spremberger Spreenixe  Cindy Ahne gegeben, die den Filmfreunden jede Menge Spaß wünschte. „Die Eröffnung der Filmnächte sollen ganz im Zeichen der deutsch-polnischen Freundschaft stehen“, kommentiert Benjamin Schorg, der an diesem Abend die Moderation übernimmt und als ehrenamtlicher Helfer unter dem Verein „Jugend und Soziales“ die Spremberger Filmnächte unterstützt. Rund 30 polnische Gäste aus der Partnerstadt Szprotawa sind ebenfalls angereist. Gemeinsam mit Spremberger Gästen schaute man sich nach Einbruch der Dunkelheit zunächst erstmal als Vorprogramm die Feuershow der Gruppierung „Ravenchild“ an.

Im Anschluss flimmerte die deutsch-polnische Nachbarschaftskomödie  „Polska love Serenade“  auf der Leinwand. Die eigentlich angekündigte deutsch-polnische Komödie „Die Hochzeitspolka“ wurde nicht gezeigt, weil man von dem Verleiher keine polnischen Untertitel zur Verfügung gestellt bekommen hatte. „Wir wollten, dass auch die polnischen Gäste den Film mitverfolgen können. Also haben wir uns für einen Austausch des Films entscheiden. Das Genre ist ja dasselbe geblieben“, erklärt Alexander Fritzke die kurzfristige Programmänderung.

In dem Film „Polska love Serenade“ treffen kurz vor Weihnachten mitten in der polnsichen Pampa die chaotische Anna aus Berlin und der spießige Junganwalt Max aufeinander. Während Anna ihren schrottreifen Golf in Polen klauen lassen will, um die Versicherungsprämie einzukassieren,  soll Max im Auftrag seines Chefs und Vaters untersuchen, ob er das Haus des verstorbenen schlesischen Großvaters zurückklagen kann.  Es ist eine Art Roadmovie, in der die beiden kleine Abenteuer bestehen. Dabei treffen die beiden in Polen auf trinkfeste und hilfsbereite Landsmänner, die den beiden stets mit Gastfreundschaft begegnen, es jedoch mit der Gesetzestreue nicht so Ernst nehmen.

Alle Charaktere in dem Film von der in Breslau geborenen Regisseurin Monika Anna Wojtyllo sind stark überzeichnet. Der Film lebt von den unterschiedlichen deutsch-polnischen Stereotypen und die Regisseurin nimmt alle möglichen Bräuche und Klischees gehörig auf die Schippe.      

„Obwohl wir uns vorher auf einen ganz anderen Film eingestellt haben,  traf dieser Film genau unseren Humor. Er war ganz lustig. Wir haben ihn gern angesehen. Vor allem räumt er mit Vorurteilen zwischen den zwei Nationalitäten  auf“, meint Dorit Dowe und ihr Partner Ulrich Große aus Doberlug. Auch Anna Ignaszak aus dem polnischen Szprotawa fand den Film großartig: „Anfangs wurden Probleme und Konfrontationen gezeigt, die sich allmählich auflösten, als man sich näher kennenlernt. Jedoch waren die Charaktere sehr überspitzt dargestellt. Vor allem der immer präsente Wodka. Bei uns in der Familie wird in der Vorweihnachtszeit zum Beispiel gar kein Alkohol getrunken“, schildert die Polin.

„Abgesehen von der Botschaft des Films, sich von den Vorurteilen zu lösen, fand ich den Film nicht so gut. Ich habe leider keine echte Handlung entdecken können und außerdem hatte ich mich wirklich auf den angekündigten Film gefreut“, gesteht Maria Sulimma aus Spremberg.

Auch Annegret Jungert aus Spremberg war am Ende etwas enttäuscht: „Es gab zwar schon einige Lacher aber der Film an sich hat mir nur bedingt gefallen. Ich hätte mir viel lieber den angekündigten Film angesehen.“