Von Detlef Bogott

Lange haben die Grausteiner Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr auf ihr neues Einsatzfahrzeug warten müssen. Beim Frühlingsfest am Samstag wurde nun das neue Tragkraftfahrzeug (kurz: TSF-W) übergeben. Sprembergs Bürgermeisterin Christine Herntier ließ sich diesen Höhepunkt nicht entgehen. Gemeinsam mit Ortswehrführer Bert Schwietzke fuhren beide vom nahegelegenen Feuerwehrdepot zum Festgelände an der ehemaligen alten Schule.

Grausteiner Kita-Kinder hatten für die feierliche Übergabe das Fahrzeug geschmückt. Kurz nach der symbolischen Schlüsselübergabe der Bürgermeisterin an den Grausteiner Wehrführer gab es eine Überraschung: Kameraden der Lieskauer Ortswehr hatten die Idee einer Fahrzeugtaufe. Gemeinsam mit Ortswehrführer Christian Müller erschienen sie plötzlich mit ihrer alten Handdruckspritze aus dem Jahre 1908. Schnell war das alte Unikum einsatzbereit und das Wasser schoss aus dem Strahlrohr. ,,Berta“ wird nun ihren Dienst in der Grausteiner Wehr übernehmen.

In ihrer kleinen Rede betonte Christine Herntier, dass sich die Arbeit im Wirkungskreis 3, zu dem Türkendorf, Graustein, Schönheide und Lieskau gehören, bewährt habe. Die 130 000 Euro, die das Fahrzeug gekostet hat, seien gut angelegtes Geld.

Wolfgang Decke ist seit mehr als 50 Jahren Feuerwehrmann. „Über die Technik kann man nur staunen“, sagt er. Er erinnert sich noch an Zeiten, als die Männer die technische Ausrüstung im Hänger selber gezogen haben.

Das neue Fahrzeug ist für eine 1:5-Staffelbesatzung ausgelegt. Es verfügt über einen separaten 500 Liter-Wassertank, ein Komplettgerät auf Akkubasis mit Schneider und Spreizer, einen ausfahrbaren LED-Lichtmast und neben weiteren hochwertigen technischen Ausrüstungen auch eine vierteilige Steckleiter, die eine Höhe von 7,20 Metern erreicht. Das TSF-W ist ist nach dem Gefahrenabwehrplan konzipiert und die Ausstattung speziell der Grausteiner Wehr, die an einer Bundesstraße liegt, angepasst.