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| 18:00 Uhr

Wadelsdorf
Wadelsdorfer Wehr feiert Jubiläum

 Ob aktiv oder Mitglied der Alters-und Ehrenabteilung: Bei der Feuerwehr Wadelsdorf ziehen alle an einem Strang. 
Ob aktiv oder Mitglied der Alters-und Ehrenabteilung: Bei der Feuerwehr Wadelsdorf ziehen alle an einem Strang.  FOTO: Detlef Bogott
Wadelsdorf. Zum Abschluss gab es eine Fahrt mit dem Solarkatamaran durchs Lausitzer Seenland.

,,Freiwillig in den Dienst der guten Sache sich stellen, heißt ein Mitmensch sein“, eröffnete Ortsfeuerwehrführer Lars Wuschech am Sonnabend die Feierstunde zum 110. Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Wadelsdorf.

Den Gedanken, eine Feuerwehr in Wadelsdorf zu gründen, gab es  schon im Jahr 1907. Heute steht der 9. März 1909 als offizieller Gründungstag in der Chronik. Die noch heute intakte Handdruckspritze, die damals zur Brandbekämpfung eingesetzt wurde, wird bis heute liebevoll gehegt und gepflegt. Jahrelang diente ein provisorischer Geräteschuppen im Dorf als Unterstellmöglichkeit für die Feuerwehrgerätschaften, bevor 1966 ein Feuerwehrhaus – der heutige Schulungsraum – errichtet wurde. Nach dem legendären ,,Strahlrohr“ wurde eines der ersten Gerätehäuser nach der Wende in Wadelsdorf gebaut, welches 1994 eingeweiht werden konnte.

Ein moderneres Feuerwehrfahrzeug, ein Mercedes LF 16 wurde vor Jahren aufgrund struktureller Maßnahmen einer anderen Ortswehr zugeführt und die Wadelsdorfer Kameraden erhielten ihren W 50 zurück. Trotz dieses bitteren Beigeschmacks gaben die Wadelsdorfer nicht auf. Im Rahmen der Eingemeindung 2016 konnte dieses Einsatzfahrzeug dann einer größeren Instandsetzung zugeführt werden und damit die Einsatzbereitschaft in Wadelsdorf wieder zu 100 Prozent sicherstellen. Bis heute meistert der „Alterspräsident“ der Feuerwehr Spremberg aus dem Jahr 1978 seine treuen Dienste.

Diesem Thema widmete sich auch  Bürgermeisterin Christine Herntier in ihrer Rede. Um den modernen Wandel und den neuen Herausforderungen gerecht zu werden, müssen auch die Ortswehren wie Wadelsdorf sich neu aufstellen. Am gleichen Tag konnte sich die Grausteiner Wehr über ein nagelneues Einsatzfahrzeug freuen.  Die Bürgermeisterin lobte die gute Zusammenarbeit  der Wadelsdorfer im Wirkungskreis IV sowie mit der Stadtwehrführung Spremberg und versicherte, dass der Tag auch für die Wadelsdorfer Feuerwehrleute kommen werde und ein neues Fahrzeug in der Garage stehen wird. In der Planung sei dies berücksichtigt.

Personell sei die Wehr in Wadelsdorf sehr gut aufgestellt, ja mittlerweile sei man eine ,,geile“ Truppe, versichterte Ortswehrführer Lars Wuschech. So sind derzei 15 aktive Kameraden und ein Jugendfeuerwehrmitglied aktiv. Nicht zu vergessen, die 17 Kameraden in der Alters- und Ehrenabteilung. Mit Beginn des zweiten Halbjahres werden weitere Kinder- und Jugendfeuerwehrmitglieder bei der Wadelsdorfer Wehr dazu stoßen. Gemeinsam mit der bestehenden Jugendfeuerwehr in Hornow im Wirkungskreis IV will man einen starken Feuerwehrnachwuchs aufbauen und ausbilden. In den letzten zwei Jahren wurden fünf Truppmänner, vier Maschinisten und ein Gruppenführer ausgebildet sowie diverse Digitalfunklehrgänge von allen Kameraden absolviert. Lars Wuschech verwies aber auch darauf, dass es auch in Zukunft eine große Herausforderung bleiben wird, Feuerwehrleute auszubilden und eine Balance zwischen Arbeit, Leben und Ehrenamt herzustellen. Wobei die Feuerwehr sich ohnehin schon in die Mitgestaltung des Dorflebens einbringe.

Nach der Feierstunde ging es für alle Feuerwehrkameraden und deren Partner per Bus in Richtung Lausitzer Seen. Mit einem Solarkatamaran fuhren sie vom Geierswalder See durch den Koschenkanal in Richtung Senftenberger See. Vor allem die Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung schwärmten von diesem Ausflug.

Beim  Grillabend, wo der ehemalige Wehrführer Gerd Piater aus der Geschichte der Wadelsdorfer Wehr erzählte, kam in geselliger Runde  noch mal zum Ausdruck.

 Ob aktiv oder Mitglied der Alters-und Ehrenabteilung: Bei der Feuerwehr Wadelsdorf ziehen alle an einem Strang. 
Ob aktiv oder Mitglied der Alters-und Ehrenabteilung: Bei der Feuerwehr Wadelsdorf ziehen alle an einem Strang.  FOTO: Detlef Bogott
(dbo)