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| 16:34 Uhr

Schwarze Pumpe
Werkfeuerwehr vereint in Pumpe

Martin Amthor (Bauleiter von IK-Bau), Hartmut Bastisch (Leiter der Werkfeuerwehr) und Reinhard Hunger (Leiter Betrieb Tagebaue, von links nach rechts) durchschneiden das Band zum Erweiterungsbau für die Feuerwehrleute der Leag.
Martin Amthor (Bauleiter von IK-Bau), Hartmut Bastisch (Leiter der Werkfeuerwehr) und Reinhard Hunger (Leiter Betrieb Tagebaue, von links nach rechts) durchschneiden das Band zum Erweiterungsbau für die Feuerwehrleute der Leag. FOTO: Annett Igel-Allzeit / LR
Schwarze Pumpe. Das frühe Bekämpfen von Bränden sichert weiterhin ein Löschtrupp am Tagebau.

Die Werkfeuerwehr des Bergbaubetreibers Leag kann die Kräfte jetzt im Industriepark Schwarze Pumpe bündeln. Ab 1. Mai treten alle Kameraden der Feuerwache Welzow-Süd ihren Dienst in Schwarze Pumpe an. Der Erweiterungsbau der Hauptwache im Industriepark wurde mit Kameraden und Bauleuten eingeweiht.

Um genug Platz für die Tische und Bänke zu haben, musste ein Teil der Fahrzeugflotte auf den Hof gefahren waren: das Hub-Rettungsfahrzeug, dessen Leiter es auf 52 Meter Länge bringt, das Tanklöschfahrzeug für schweres Gelände, das bisher in der Feuerwache Welzow-Süd stand, der Gerätewagen Umweltschutz, der bei atomarem, biologischem und chemischem Gefahrengut startet, und der Transportwagen Logistik, der auch für Höhenretter und Taucher der Werkfeuerwehr wichtig ist.

Seit zwei Jahren wird die Verlegung der Tagesanlagen des Tagebaus Welzow-Süd geplant und vorbereitet. Die Markscheiderei konnte im Januar das renovierte ehemalige Maschinentechnische Zentralbüro beziehen. Die Feuerwehrleute ziehen nun nach.

Ein Jahr hat das Anbauen gedauert. Platz ist für den Welzower Fuhrpark mit Rettungswagen, zwei Tanklöschfahrzeugen und Einsatzleitwagen Gleichzeitig wurden Bereiche im Altbau der Hauptwache umgebaut. So entstanden neue Werkstatt-, Lager- und Funktionsräume. Die Ruheräume, in denen Feuerwehrleute, die Bereitschaft haben, zwischen den Einsätzen etwas schlafen können, wurden optimiert. Hartmut Bastisch, Leiter der Leag-Werkfeuerwehr freut sich, die Welzower Kollegen ab 1. Mai täglich zu sehen: „Indem wir die Kräfte hier konzentrieren, können wir im Einsatzfall noch effektiver und schlagkräftiger handeln.“ Das mache auch den etwas längeren Anfahrtsweg zum Tagebau wett. „Spezialtechnik wie der Hubsteiger und das Abgaslöschfahrzeug war ohnehin bereits ins Schwarze Pumpe stationiert. Und zur Früherkennung und ersten Brandbekämpfung im Tagebau wird es weiterhin einen mobilen Löschtrupp geben, der im Drei-Schicht-System in Welzow-Süd seine Runde dreht“, so Hartmut Bastisch.

Insgesamt stehen der Leag-Werkfeuerwehr 200 haupt- und nebenberufliche Kameraden an den Wachen Schwarze Pumpe, Boxberg und Jänschwalde zur Verfügung. Viele Feuerwehrleute sind zudem ausgebildete Rettungssanitäter. 65 Kameraden haben sich auf Höhenrettung, 15 aufs Tauchen spezialisiert. Und sie helfen den hautpamtlichen und freiwilligen Feuerwehren im gesamten Lausitzer Revier. 2017, so Leag-Pressesprecher Thoralf Schirmer, seien die Kameraden zu insgesamt 891 Einsätzen ausgerückt, darunter waren 279 Brände und 409 medizinische Notfälle.

Gegründet wurde die Betriebsfeuerwehr übrigens im Juni 1956 im Wohnlager Spreetal in einer Baracke. Das Feuerwehrgerätehaus, das heute noch gute Dienste leiste, wie Hartmut Bastisch betont, entstand 1959 und wird im nächsten Jahr 60.

Edgar Maetschke (l.), Leiter der Hauptwache Schwarze Pumpe, staunte über  die Winterlinde, die Spremberger Feuerwehrleute der Werkfeuerwehr zur Einweihung schenkten. Für den Erweiterungsbau hatte eine große Tanne fallen müssen.
Edgar Maetschke (l.), Leiter der Hauptwache Schwarze Pumpe, staunte über die Winterlinde, die Spremberger Feuerwehrleute der Werkfeuerwehr zur Einweihung schenkten. Für den Erweiterungsbau hatte eine große Tanne fallen müssen. FOTO: Annett Igel-Allzeit / LR