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Festumzug zum Heimatfest

Auch die Langen Kerls von Spremberg haben sich am traditionellen Festumzug am Samstag durch die Innenstadt beteiligt.
Auch die Langen Kerls von Spremberg haben sich am traditionellen Festumzug am Samstag durch die Innenstadt beteiligt. FOTO: mat1
Spremberg. Nachdem der traditionelle Rummelbesuch am Freitagnachmittag mit den historischen Figuren der Stadt Spremberg im wahrsten Sinne des Wortes "fast ins Wasser" fiel, zeigte sich das Wetter danach doch von der besseren Seite. Frank Kulik als stellvertretender Bürgermeister der Stadt Spremberg und Tino Krämer von den Schaustellern nahmen den offiziellen Faßbieranstich auf dem Rummelgelände vor. Martina Arlt /

Abends startete der beliebte Lampionumzug durch die Spremberger Innenstadt, musikalisch begleitet durch die Trachtenkapelle und Weskower Blausmusikanten.

An allen drei Tagen bot das Programm des Spremberger Heimatfestes jede Menge Abwechslung auf mehreren Bühnen in der Stadt. Zu den Höhepunkten des Festes gehörte der traditionelle Festumzug am Samstagvormittag mit 300 Mitwirkenden, die 28 Bilder darstellten. Dazu legten sie ihre Festtagskleidung an und holten ihre historischen Kostüme aus dem Schrank. Angeführt wurde der Tross vom Musikverein "Trachtenkapelle Spremberg" und Bürgermeisterin Christine Herntier.

Auf dem Marktplatz vor dem Rathaus angekommen, gab im Rahmen der Eröffnungszeremonie das Stadtoberhaupt den offiziellen Startschuss für die Festivitäten der Stadt.

Auf dem Schlosshof machten es sich die Heimatfestgäste aus nah und fern gemütlich. Gern ließen sie sich auf der Bühne mit musikalischen Klängen der Musikschule unterhalten. Sonntags gab es den traditionellen Kaffeenachmittag, begleitet vom Wiener Salon-Duo Cottbus, eine Initiative der Museumsmitarbeiter. Die Bibliothek lud im Zelt zu einem Märchen-Erzähl-Programm ein.

Gleich nebenan am Schwanenteich zeigten die Schiffsmodellbauer, was die kleinen und großen Modelle technisch drauf haben und wie schnell sie übers Wasser fegen können. Gern machten Familien auf dem Kleinen Markt Station, wo Amrei und Jürgen Hohenwald, Herzog und Herzogin von Meranien, in mittelalterlichem Flair zum königlichen Vergnügen einluden. Denn sie bauten 14 historische Holzspiele im XXL-Format auf, die immer wieder ein Anziehungspunkt zum Ausprobieren für die Besucher waren.

Die Räuber ließen es sich nicht nehmen und schlugen ihr Räuberlager in der Langen Straße auf. Immerhin tragen die Räuber mit ihren Aktivitäten seit mehr als 30 Jahren immer wieder zum guten Gelingen der Feste bei. Im Sonntagschen Haus stellte der Kreativ-Treff- Spremberg seine künstlerischen Arbeiten aus. Ein Konzert mit etwas ruhigeren Klängen fand am Samstagabend mit Julia Reinhold und Ric Rafael Reinhold in der Kreuzkirche statt.

Irische Klänge in der Badergasse zogen immer wieder die Gäste in ihren Bann und animierten zum Tanzen vor der Bühne. Samstagabend kamen besonders die Schlagerfans auf ihre Kosten und machten es sich vor der Freilichtbühne bequem. Denn es hatten sich die Sängerin Franziska Wiese und das Andreas Gabalier-Double angekündigt. Die Schlagermafia legte dann nach Mitternacht noch einen drauf und sorgte für Partystimmung.

Das große musikalische Höhenfeuerwerk über den Schwanenteich ist jedes Jahr mit Sicherheit das größte Highlight der Festivitäten. Um diese wunderschönen Lichteffekte am Nachthimmel nicht zu verpassen, sichern sich die Besucher Stunden vorher einen Platz am Hang des Schwanenteiches.

Angebote der Angler, der Hubschrauberpiloten von Sky Heli, vom singenden Wirt Micha auf dem Georgenberg, der Wanderfreunde, der Skatbrüder in der Schilfhütte sowie zahlreiche Auftritte durch Vereine und Bands, machten das Fest wieder zu einem Erlebnis.