(dbo) Heimatkunde klingt altbacken. Für die Schüler aus dem Hort Kinderwelt wurde es aber eine aufregende Sache. Sie besuchten die Sonderausstellung im Heidemuseum ,,Als Lauermann noch sein Unwesen trieb“. Museumsleiter Eckbert Kwast erzählte die Legende vom steinernen Kreuz von Kochsdorf, wo Räuberhauptmann Heinrich Oswald Lauermann und  Husarenoffizier Graf Bodo von Schwerin sich wegen ihrer Liebe um das schöne Aennchen Sinapius duellierten. Der Offizier soll dem Lauermann-Lied nach am Kochsdorfer Kreuz begraben liegen. Victor von Falk, mit bürgerlichen Namen Heinrich Sochaczewski, hat Lauermanns  Abenteuer in 100 Groschenheften beschrieben. Sogar einen Lauermann-Film und Lauermann-Festspiele gab es in Spremberg, erfuhren die Kinder.

Einige Worte fand Eckbert Kwast zum früheren Nachtwächter Kulke, den der unvergessene Rainer Scheudeck darstellte. Seine Uniform, das Horn und die Hellebarde bestaunten die Kinder ebenso, wie das uralte Hochrad, mit dem eventuell schon vor dem Krieg Nachtwächter Kulke alias Walter Kolbe gefahren ist. Aber auch in den 50er-Jahren saß der Lebenskünstler und Kulke-Nachtwächter Richard Löser auf einen solchen Hochrad.

Michelle aus der 3 Klasse haben die Kostüme der historischen Figuren gefallen, Milena war von den  Bildern der alten Heimatfeste begeistert, Zweitklässler Pepe staunte angesichts des Hochrads und Viertklässler Phillipp würde beim Heimatfest gerne den Räuberhauptmann Lauermann treffen. „Die Ausstellung war für die Kinder sehr informativ, die Fotos anschaulich, eine sehr gut gemachte Ausstellung“, wertete Erzieherin Birgit Zimmer.