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| 20:07 Uhr

Spremberg
Experten aus China besuchen Spremberg

Die chinesischen Gäste besuchten zum Abschluss ihrer Deutschland-Reise den Spremberger Wasserverband.
Die chinesischen Gäste besuchten zum Abschluss ihrer Deutschland-Reise den Spremberger Wasserverband. FOTO: René Wappler / LR
Spremberg. Dreiwöchige Reise führte die Gäste durch Firmen und Behörden in Deutschland.

Fachleute der Wasserwirtschaft aus China haben am Donnerstag den Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverband (SWAZ) besucht. Wie Dolmetscherin Zhen Du berichtet, handelt es sich um eine der letzten Stationen einer dreiwöchigen Reise durch Deutschland, nach Stationen in Düsseldorf, Köln und Berlin. Sie besuchten das Bundesverkehrsministerium sowie das Brandenburgische Landesamt für Umwelt. „Jeden Tag haben wir etwas gelernt“, sagt die Dolmetscherin. „Das ist das Ziel unserer Reise.“

Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) hatte den Aufenthalt in Spremberg „maßgeblich mit vorbereitet“, wie dessen Geschäftsführer Ralf Wittmann erläutert. Zu den Gesprächspartnern zählte Wolfgang Wollgam vom Wasser- und Abwasserberatungsbüro in Kolkwitz.

SWAZ-Verbandsvorsteher Bernd Schmied stellt fest: „Wir haben selten so weitgereiste Gäste.“ Dabei seien alle Menschen „über den globalen Wasserkreislauf miteinander verbunden“. Gegenüber den Besuchern gibt er zu bedenken: „Die Probleme sind damit bei Ihnen auch ähnlich wie bei uns, von der Wasserqualität über Dürre bis zum Hochwasser.“ Gerade in der Lausitz zeigen sich aufgrund des Braunkohleabbaus nach seinen Worten die drastischen Folgen der Industrie für die Umwelt. „Es wurden in Deutschland Milliarden von Euro zur Sanierung dieser Folgen ausgegeben, und die Natur holt sich nach und nach zurück, was einmal ihr gehörte.“

Als Beleg dafür diente ein Vortrag des Spremberger Fotografen Lennart Pilz: „Auch nach dem Tagebau kann eine wunderbare Landschaft und Tierwelt entstehen“, erläutert Lennart Pilz. Als Beispiele dienen ihm Aufnahmen von Silberreihern, von Kranichen im Morgennebel und Wölfen.