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| 15:35 Uhr

Zuschüsse von mindestens 40 000 Euro im Jahr geplant
Etat für attraktive Innenstadt nimmt erste Hürde

Stadtplanerin Claudia Wolf plädiert dafür, den Fonds so schnell wie möglich einzurichten.
Stadtplanerin Claudia Wolf plädiert dafür, den Fonds so schnell wie möglich einzurichten. FOTO: LR / René Wappler
Spremberg. In der Spremberger Kommunalpolitik zeichnet sich eine Mehrheit für den Vorschlag ab.

Der Fonds für Ideen zum Beleben der Spremberger Innenstadt nimmt eine erste Hürde. Zwar hinterfragen manche Kommunalpolitiker noch die Details dieses Vorschlags. Doch inzwischen deutet sich an, dass ihn eine Mehrheit der Stadtverordneten befürworten wird.

Die Mitarbeiter des Rathauses schlagen vor, dass der Fonds mindestens 40 000 Euro im Jahr für Projekte bereitstellt, die ein attraktiveres Stadtzentrum schaffen. Stadtplanerin Claudia Wolf erläutert: „Wir würden gern damit anfangen, weil wir schon lange darüber diskutiert haben.“

Elke Franke von der Fraktion der Linken plädiert dafür, mit diesem Fonds zu warten, bis ein City-Manager im Rathaus arbeitet. Er soll diesen Fonds betreuen. So steht es auch in der Stellenbeschreibung des Wirtschaftsförderers ASG. Aber die Stadtplanerin wendet ein: „Ehe es richtig los geht, wird es sowieso noch eine Weile dauern.“

Unterdessen schlägt der CDU-Stadtverordnete Peter Reininger vor. „Den Platz des City-Managers könnte ja so lange jemand anders einnehmen.“ Für Eile plädiert ebenso Jens-Uwe Winkler von den Vereinten Wählergruppen, der zugleich im City-Werbering mitarbeitet. „Das hier ist der Anfang“, sagt er. „Wenn wir merken, dass irgendwas nicht funktioniert, können wir immer noch nachregulieren.“ An einem Votum über den Fonds will sich Jens-Uwe Winkler nicht beteiligen, da er sich nach eigenen Worten wegen seiner Mitgliedschaft im City-Werbering für befangen hält. Das Gremium soll künftig mit darüber entscheiden, welche Projekte finanziell unterstützt werden.

Als sachkundiger Bürger beteiligt sich Dieter Rosnau vom Laga-Verein am Spremberger Bauausschuss. Er kritisiert: „Wenn der öffentliche Raum gefördert wird, verstehe ich nicht, warum der Bereich der Spreeinsel im Vorschlag für den Fonds so eng gefasst wird.“ In Spremberg spiele sich alles in der Dresdener Straße und der Langen Straße ab. „Der Rest ist tot“, sagt Peter Rosnau. „In Städten wie Senftenberg werden auch die Seitenstraßen in solche Pläne einbezogen, die nicht direkt zum Zentrum gehören.“

Ihm entgegnet Stadtplanerin Claudia Wolf: „Ausnahmen sind möglich.“ Wenn ein Sponsor Geld anbiete und „was Ordentliches machen“ wolle, werde sie ihn „bestimmt nicht wegschicken“.

Über den Fonds werden die Stadtverordneten voraussichtlich bei ihrer nächsten Konferenz abstimmen. Diese wird am Mittwoch, 4. Juli, stattfinden.