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| 11:15 Uhr

"Es trifft uns an einigen Stellen"

Schwarze Pumpe. "Es trifft uns an einigen Stellen." Mit diesen Worten stellte Werner Plonka, Ortsbürgermeister von Schwarze Pumpe, kürzlich den Mitgliedern des Ortsbeirates den Entwurf zum Spremberger Haushalt 2006 vor. Bei einer ersten Durchsicht des dicken Papierstapels hatte Plonka einige Punkte herausgepickt, die den Ortsteil betreffen und wegen denen er bei der Stadt "noch einmal nachhaken" möchte. Seiner Ansicht nach sei Schwarze Pumpe zu kurz gekommen. ar

Heftig kritisierte er unter anderem, dass im Investitionsplan die Fassadensanierung der Grundschule überhaupt nicht aufgeführt sei. "Nicht einmal mit einer Null dahinter", sagte Plonka. "Es gab dazu vom Ortsbeirat Hinweise an die Stadt, die anscheinend nicht beachtet wurden." Ohne eine Auflistung im Haushalt, auch wenn 2006 kein Geld dafür vorhanden sei, "wird die Maßnahme auch in den nachfolgenden Jahren nicht beachtet", lautete Plonkas Kritik. Ähnlich verhalte es sich auch mit dem Sportplatz, dem Freibad und dem sowjetischen Ehrenfriedhof. "Wir können uns nicht damit zufrieden geben, dass es für diese langfristigen Investitionen im Haushalt nicht einmal eine Hausnummer gibt." Dass der Baubeginn für Maßnahmen am Feuerwehrgebäude erst für 2008 festgesetzt wurde, könne nicht so stehen bleiben. "Wie sollen wir vorher die Brandschutzkonzeption der Stadt umsetzen?", fragte der Ortsbürgermeister. Ortsbeiratsmitglied Hans Rochor, der auch Vorsitzender des Fördervereins Schwimmbad Schwarze Pumpe ist, wies auf die geplanten Kürzungen bei den Personalkosten des Bades hin. "Eine Senkung von 19 000 Euro auf 10 000 Euro ist etwas viel. Ohne Schwimm-Meister geht es nicht. Oder sollen wir nur noch halbtags öffnen?", fragte er. Bei der Durchsicht des Haushaltsplanentwurfes habe sich bei ihm der Eindruck aufgebaut, "dass die Peripherie von Spremberg im Investitionsplan nicht genügend beachtet wird, auch langfristig nicht", fasste Werner Plonka alle Kritikpunkte, die er mit in die Haushaltsdiskussion nehmen will, zusammen.