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| 01:04 Uhr

„Es lief besser als im Vorjahr“

Spremberg.. „Der Adventssonntag war der beste von den verkaufsoffenen Sonntagen, die wir in diesem Jahr hatten“ , so schätzt Toralf Hasse, Chef des Spremberger City-Werberinges, das Ergebnis ein.

Im Vorstand des Vereins sind die Aktivitäten des vergangenen Wochenendes gestern Abend ausgewertet worden. So viel war für Toralf Hasse jedoch schon vorab klar: „Es müsste generell möglich sein, an einem oder zwei Adventssonntagen die Geschäfte zu öffnen.“ Bislang verbietet dies das Ladenschlussgesetz. Dass der 1. Advent in diesem Jahr in den November fiel, brachte den Geschäftsleuten die seltene Gelegenheit, mit einem Paukenschlag ins Weihnachtsgeschäft einzusteigen. Als Benachteiligung gegenüber den kleinen Fachgeschäften in der Provinz, die ohnehin zu kämpfen hätten, sieht es Hasse an, dass sich Geschäftsleute zum Beispiel in Berlin über das Ladenschlussgesetz hinwegsetzen und die anfallende Strafe locker hinblättern können.

Fast alle zogen mit
Nach seinem Überblick seien am Sonntag von rund 75 Geschäften in der Innenstadt nur fünf geschlossen geblieben. Überwiegend positiv seien erste Bilanzen der Geschäftsleute ausgefallen. Vor seinem eigenen „Hotel zur Post“ konnte Toralf Hasse auch nicht klagen. Das Risiko, sich auf zwei gut besuchte Tage einzurichten, ist belohnt worden. 800 Bratwürste und etwa 180 Liter Glühwein gingen über den Tisch. Bestens gelaufen ist das Wochenende auch aus der Sicht des Fachgeschäftes von Christina Zippack in der Langen Straße. Es sei alles quer druchs Sortiment gekauft worden. „Es lief besser als im Vorjahr“ , freut sich die Geschäftsinhaberin. Vorstellen könnte sie sich einen weiteren verkaufsoffenen Sonntag kombiniert mit dem Weihnachtsmarkt. Etwas anders sieht dies Manuela Wiese von „Molly-Moden“ in der Langen Straße. Ein, zwei Wochen vor dem Advent wäre aus ihrer Sicht ein verkaufsoffener Sonntag besser platziert. Da gebe es andernorts in der Region keine Konkurrenz. Zufrieden ist jedoch auch Manuela Wiese mit dem Wochenend-Ergebnis.

Viele Menschen angelockt
Carsten Handrick vom Uhren-Schmuck-Fachgeschäft in der Langen Straße hat zwar bei den Umsätzen keinen großen Wurf gemacht, dennoch ist er zufrieden: „Wir haben es als Gemeinschaft im City-Werbering geschafft, viele Menschen in die Stadt zu locken. Das sind auch unsere Kunden von morgen.“ In seinem Geschäft hätten sich viele Kunden beraten lassen, von denen vielleicht der eine oder andere wiederkommen könnte.
Erfreulich aus der Sicht des Werbering-Chefs Toralf Hasse ist ebenfalls, dass die Idee der Glühweinsammeltasse zum Lichterfest auch in ihrer fünften Auflage nichts an Anziehungskraft eingebüßt hat. Im Gegenteil: Etwa zwei Drittel der 1250 Tassen sind bereits verkauft. „Es kann sein, dass wir im nächsten Jahr die Zahl erhöhen müssen“ , denkt Hasse bereits voraus.
Nicht so erfreulich fällt im Moment dagegen der Blick auf die Spenden für die Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt aus. Obwohl das Lichtermeer auch in diesem Jahr wieder als vorweihnachtliches Markenzeichen von Spremberg über die Stadt hinaus von sich Reden macht, ist die Finanzierung noch nicht einmal zur Hälfte gesichert. (gb)