Das Studium der Zeitungen des Spremberger und Welzower Anzeigers der Jahre 1925 bis 1929 im Niederlausitzer Heidemuseum, Schloss Spremberg, und der Akten im Bran-
denburgischen Landeshauptarchiv Potsdam ermöglichten eine umfassende Beweisführung über das Geschehen auf dem Flugplatzgelände, freut sich Lotar Schade, der Vorsitzende des Fördervereins. So konnte nachgewiesen werden, dass der erste Flugtag tatsächlich am 6. November 1927 auf einem Gelände des Lindchener Weges stattgefunden hat. Das Angebot kam von der Luftfahrt GmbH Halberstadt bereits im April 1927. Und nachdem der Oberpräsident der Provinz Brandenburg und von Berlin die Genehmigung mit entsprechenden Auflagen erteilt hatte, haben viele hunderte Besucher, die zum Teil mit einem Sonderzug nach Welzow gekommen waren, das Kunstfliegen und einen Fallschirmabsprung aus 1000 Metern Höhe bewundern können. Im Vorwort der Broschüre wird betont, dass diese ein Versuch ist, die fast 80-jährige Geschichte des Flugplatzes zusammenhängend zu dokumentieren. „Damit wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben“ , erklärt Lotar Schade.
Deutlich wird in dem Rückblick hervorgehoben, dass in den Jahren eine unterschiedliche Nutzung erfolgte. Sie beginnt mit der zivilen Nutzung durch den Welzower Luftfahrtverband, sie wird fortgesetzt durch den Ausbau des Platzes durch die deutsche Luftwaffe besonders in der Zeit vor und während des Zweiten Weltkrieges und umfasst die über 40-jährige Anwesenheit der sowjetischen Fliegertruppen in Welzow. Und seit 1993 ist die Flugplatzbetriebsgesellschaft Welzow mbH auf dem Areal tätig. (pm/red)

Die Broschüre „Die wechselvolle Geschichte des Flugplatzes Welzow“ ist für 7,50 Euro in der Buchhandlung Scholz in Welzow, Spremberger Straße, oder auf dem Flugplatz erhältlich.