Baden und Wassersport im Spremberger Stausee ist ab sofort wieder unbegrenzt erlaubt. Der Landkreis Spree-Neiße hat am späten Dienstagnachmittag das Badeverbot, das seit dem 14. Juni für die Bagenzer Seite galt, wieder aufgehoben.
„Bei der Untersuchung zweier weiterer Proben aus dem Wasser und am Uferbereich konnte kein massenhaftes Auftreten von Cyanobakterien mehr festgestellt werden“, sagt Constanze Kuba von der Pressestelle des Landkreises. Nach dem plötzlichen Tod von Hunden, den eine Hundehalterin gemeldet hatte, hatte das Gesundheitsamt Spree-Neiße am 10. Juni sofort Wasserproben genommen. Das Labor bestätigte den Verdacht: Oscillatorien, eine Unterart der Cyanobakterien, bekannt auch als Blaualgen, hatten sich massenhaft vermehrt.

Strandbesucher und Hundehalter sollen aufmerksam bleiben

Da das Gift, das die Bakterien bilden, für Hunde und Pferde lebensgefährlich werden und auch bei Menschen allergische Reaktionen, Magen- und Darm-Beschwerden sowie Atemwegserkrankungen auslösen kann, hatte der Landkreis nach den positiven Ergebnissen aus dem Labor eine Allgemeinverfügung erlassen.
Begünstigt haben sollen die Vermehrung dieser Bakterien bereits im Juni neben der Hitze und dem sinkenden Wasserstand auch die zahlreichen Baumstümpfe, die sich vor allem auf der Bagenzer Seite im Stausee befinden. Sie sind ein „gefundenes Fressen“ für die Oscillatorien.
Gefahr für Hunde in Spree-Neiße Vergiften Blaualgen Hunde am Spremberger Stausee?

Neuhausen/Spree

Steigende Hitze begünstigt Vermehrung der Blaualge wieder

Da die Hitze zum Wochenende wieder steigt, sollten Besucher des Stausees und anderer Gewässer aber aufmerksam bleiben. Bundesweit kommt es immer wieder zu einem „Blühen“ der Blaualgen in stilleren Bereichen von Gewässern.