Er hoffe, dass das Verfahren noch in diesem Jahr mit einem Zuschlag gekrönt werden könne. Dann könnte nach der Winterpause mit den Bauarbeiten begonnen werden. Auf einer Länge von 1,2 Kilometern wird die Georgenstraße bis etwa 100 Meter hinter dem Abzweig Weskower Allee saniert. Etwa 400 Meter der Weskower Allee sind in die Baumaßnahme einbezogen. Ebenso die Brücke über die Kleine Spree am Fuße der Straße. Sie muss komplett erneuert werden. Mit dieser Aufgabe würden die Bauarbeiten insgesamt auch begonnen werden.
„Die Straße bricht uns fast zusammen“ , hatte der damalige Spremberger Baudezernent Frank-Michael Schober die Situation bereits im September 2001 beschrieben und über Planungsarbeiten informiert. Seither hat sich der Zustand der in Landeshoheit befindlichen Straße alles andere als verbessert. „Das Pflaster ist in bestimmten Bereichen nicht mehr standfest. Es brechen auch Pflastersteine aus“ , wählt Ludwig Herrn eine wohl eher dezente Lagebeschreibung. Immer wieder unternommene Versuche, mit Asphalt und Flickschusterei die schlimmsten Schäden zu beseitigen, waren von begrenztem Erfolg.
Ende gut alles gut, nun stehen die rund 1,8 Millionen Euro zur Verfügung, die den Bau der Georgenstraße ermöglichen. Die Hälfte kommt von der Europäischen Union, die andere Hälfte vom Land. Auch der Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverband hat seine begleitenden Arbeiten in dieser Straße bereits in den Wirtschaftsplan für das kommende Jahr aufgenommen. „Jetzt wird es eine richtig schöne Asphaltstrecke“ , nährt Ludwig Herrn die Vorfreude, die nach Jahren des Ärgers mit der Holperpiste natürlich auch im Spremberger Rathaus für Entspannung sorgt. „Das ist ein Brennpunkt“ , ordnet Bauamtschef Gerd Schmiedel die Georgenstraße in der Dringlichkeitsskala der Kuranwärter im Straßennetz ein.
Zur neuen Straße werden auch beidseits Rad- und Gehwege gehören, „die im Bereich der Krümme zu einem gemeinsamen Weg verschmelzen“ , erklärt Herrn. Insgesamt drei Querungshilfen sieht das Projekt weiterhin vor.