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Eltern-Ärger nach stundenlangem Busausfall

Ein Haltestellenschild für den Schulbus steht am 25.10.2013 in Dresden (Sachsen). Foto: Sebastian Kahnert/dpa (zu dpa „SPD unterstützt Eltern im Kampf für kostenlose Schülerbeförderung“ vom 25.10.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++
Ein Haltestellenschild für den Schulbus steht am 25.10.2013 in Dresden (Sachsen). Foto: Sebastian Kahnert/dpa (zu dpa „SPD unterstützt Eltern im Kampf für kostenlose Schülerbeförderung“ vom 25.10.2013) +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: Sebastian Kahnert (dpa-Zentralbild)
Klein Döbbern/Spremberg. Der Sohn von Wolf-Dietrich Heim aus Klein Döbbern hat am Dienstag in Spremberg mehr als drei Stunden lang vergeblich auf den Spree-Neiße-Bus gewartet. Schuld daran war ein schwerer Unfall bei Hoyerswerda, in dessen Folge die B 97 von Mittag bis in den Abend gesperrt blieb. Peggy Kompalla

Dessen ist sich der Vater bewusst und trotzdem verärgert. "Über Stunden wurde nicht ein Ersatzbus gestellt und die Leute in der Sonne sitzen gelassen", schimpft er. Dem Nahverkehrsanbieter fehlten dafür schlicht die Reserven.

Der Spree-Neiße-Bus (SNB) ist eine Marke der DB Regio Bus Ost GmbH und gehört damit zum Unternehmensverbund der Deutschen Bahn. Sprecher Burkhard Ahlert sagt dazu: "Grundsätzlich wird man gegen solche Beeinträchtigungen in Folge höherer Gewalt auch in Zukunft nicht gefeit sein." Seinen Schilderungen zufolge litt das Liniennetz von Spree-Neiße-Bus nicht nur unter dem Unglück in Hoyerswerda. Es gab noch einen zweiten schweren Unfall in Guben. "Unglücklicherweise befanden sich zum Zeitpunkt der Ereignisse mehrere Fahrzeuge der SNB unmittelbar vor dem Ereignisort, so dass sie der Sperrung nicht mehr ausweichen konnten und bis zum Abschluss der Sperrung sowohl Fahrzeuge, als auch Personal vor Ort blockiert waren. Dadurch standen für die Organisation separater Shuttle-Verkehre auf unbetroffenen Streckenabschnitten keine ausreichenden Reserven zur Verfügung."

Diese Umstände sind nachvollziehbar, aber auch der Ärger der Eltern. "Die Kinder können sich kein Taxi bestellen", sagt der Vater. Nach dem stundenlangen Warten sei sein Sohn drauf und dran gewesen, die 20 Kilometer zum Schäferberg zu laufen. Doch dann erreichte er die Mutter, die ihn nach der Arbeit mit dem Auto abholte.