Für seinen 100. Spende wurde er jetzt vom Blutspendedienst mit einer Ehrenadel und einem Ehrengeschenk ausgezeichnet. Wie viele Blutspendeausweise jetzt mit Stempeln voll sind, könne er gar nicht sagen.

"Mit dem Blutspenden begonnen habe ich im Alter von 18 Jahren in Lauchhammer", erzählt der Friedrichshainer. Damals habe er noch in Lauchhammer gewohnt und sei ganz spontan zur Blutspende gegangen. Ein bisschen mulmig sei ihm schon beim ersten Mal zumute gewesen. Inzwischen sei die Blutspende bei Arno Kurts längst zur Routine geworden. Er kenne die einzelnen Stationen, die man als Spender durchlaufen müsse, schon im Schlaf. "Vier Mal im Jahr spende ich 400 Milliliter, 48 Stunden dauert es dann bis die Flüssigkeitsmenge im Körper wiederhergestellt ist", erzählt er. Seit dem Jahr 1978 wohne er in Friedrichshain. Früher sei er oft in Tschernitz zur Blutspende gegangen, so Arno Kurts.

Inzwischen spende der Friedrichshainer auch in Schleife sein Blut. Auch im vergangenen Jahr hing er vier Mal an der Blutspendenadel. "Zwischendurch hatte ich aber auch schon einmal ausgesetzt", so der Blutspender, der heute in der neuen Glasmanufaktur Brandenburg in Tschernitz tätig ist. "Ich habe gerade in unserem Berufszweig schon viele Unfälle gesehen. Man schneidet sich doch ab und an und verliert Blut", so Kurts. Er fühle sich beim Blutspendeteam gut aufgehoben. "Außerdem ist es nur ein kleiner Stich für einen guten Zweck, und man weiß durch die Untersuchung, dass man gesund ist." Für Arno Kurts sei Blutspenden eine Sache der Ehre. "Blut ist Leben. Der Bedarf ist groß, da kann ich mit meiner kleinen Spende sogar ein Menschenleben retten. Wo mein gespendetes Blut hingeht, weiß ich, wo Geldspenden landen, weiß man ja nicht immer genau", erklärt der Friedrichshainer. Das Blutspenden sei für ihn eine Selbstverständlichkeit geworden. "Vielleicht kann man selbst einmal in die Situation kommen, Blut zu benötigen, zum Glück hatte ich selbst bisher aber noch keinen Bedarf", sagt Kurts.

Zudem werde das Blut untersucht und Krankheiten frühzeitig festgestellt. Er könne nur an alle appellieren, Blut zu spenden.