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Ein bisschen weniger zum Geburtstag

Ob Bürgermeisterin Christine Herntier auch künftig noch zum 80. Geburtstag – wie hier bei Horst Kuhlee im Sommer 2016 – persönlich ein kleines Präsent vorbeibringen kann, wird diskutiert.
Ob Bürgermeisterin Christine Herntier auch künftig noch zum 80. Geburtstag – wie hier bei Horst Kuhlee im Sommer 2016 – persönlich ein kleines Präsent vorbeibringen kann, wird diskutiert. FOTO: dbo1
Spremberg. (ani) Zum 1. April soll eine neue Repräsentationsrichtlinie der Stadt Spremberg in Kraft treten. Nach diesem Entwurf kämen fortan erstmals zum 90. Geburtstag die Bürgermeisterin oder der jeweilige Ortsbürgermeister oder ein von ihnen beauftragter Vertreter persönlich zu den Jubilaren, um zu gratulieren.

Derzeit ist das auch noch zu 80., 85. und ab dem 90. zu jedem Geburtstag üblich. Grund für die Neuregelung: Mehr Menschen werden älter, und zugleich steckt Spremberg in der Haushaltskonsolidierung.

Im Vorjahr hatte die Verwaltung für Karten, Geschenke und Blumen zu Jubiläen und Todesfällen 13 000 Euro ausgegeben. Mit der Neuregelung stehen laut Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) 11 500 Euro im Haushaltsansatz 2017. Geplant sei nicht nur, Schreiben erst ab dem 75. (bisher gab es die erste Karte zum 70.) zu schicken, sondern auch der Geschenkwert soll sinken.

Der Hauptausschuss vertagte die Entscheidung. Noch einmal wird mit den Ortsbeiräten in den Fraktionen gesprochen. Den Beschluss des Seniorenbeirates dazu soll die Verwaltung dem Ausschuss vorlegen. Dass es vielen Bürgern nicht um einen hohen Geschenkwert gehe, die Erfahrung macht die Bürgermeisterin: "Wichtig ist, dass wir vorbeikommen, uns mit ihnen austauschen." Aber auch die Zahl dieser Besuche steigt mit der Zahl der Jubilare.