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| 01:06 Uhr

Eierfahrt für den Erfolg

Waren dabei bei der Eierfahrt am Neujahrstag 2005: Ramona Schorg, Heike Handrick, Marjon Gebert, Ingrid König, Hans Joachim Biehn, Hans-Werner Funke, Jörg König, Hans-Joachim Kossack, Jürgen Opitz, Bernd Junghannß, Ronald Kowalla, Carsten Handrick.
Waren dabei bei der Eierfahrt am Neujahrstag 2005: Ramona Schorg, Heike Handrick, Marjon Gebert, Ingrid König, Hans Joachim Biehn, Hans-Werner Funke, Jörg König, Hans-Joachim Kossack, Jürgen Opitz, Bernd Junghannß, Ronald Kowalla, Carsten Handrick. FOTO: Foto: Verein
Traditionspflege.. Auch die Spremberger Kanuten waren am Neujahrstag schon aktiv. Zu ihrer traditionellen Eierfahrt paddelten sie auf der Spree vom Spremberger Bootshaus nach Veilchental zum Vorstaubecken und wieder gegen die Strömung zurück. Foto: Verein

Das Thermometer zeigte sich in diesem Jahr gnädig bei etwa fünf Grad Celsius. Selbst einige Regenschauer konnten die Sportler nicht abschrecken. Es fanden sich zwölf gestandene Kanutinnen und Kanuten, um bei dieser Neujahrsfahrt dabei zu sein.
Die erste große Enttäuschung gab es gleich kurz nach dem Start, denn die neu gebaute Schleuse war außer Betrieb. So mussten die Boote um das Spremberger Mühlenwehr herum getragen werden. Leider gibt es hier immer noch keine eindeutige Regelung zwischen der Stadt Spremberg und den Kanuten der SG Einheit, um auch in den Wintermonaten eine Schleusung zu ermöglichen. Weiter ging die Fahrt in den Vormittagstunden über Wilhelmsthal zum Vorstaubecken in Höhe der Wehranlage. Am Etappenziel wurden die Kanuten von den Ortsansässigen Dr. Ingo Miersch und Dr. Jürgen Kantor begrüßt, die zum Neujahrsempfang heiße Getränke und etwas Essbares mitgebracht hatten.
Leider ist in diesem Jahr das Lagerfeuer sehr klein ausgefallen, denn das Holz war in den zurückliegenden Regentagen in Mitleidenschaft gezogen worden und machte allen sehr zu schaffen. Aber erstmals - in den vergangenen Jahren hatten sie es oft angemahnt - konnten die Kanuten eine Mandel - nach altem Zählmaß 15 rohe Eier - in Empfang nehmen. Denn diese erhalten die Kanuten nach alten Überlieferungen traditionsgemäß als ein Symbol der Fruchtbarkeit, neuen Lebens und des Erfolges.
Aber die Pause sollte nicht lange dauern, denn der schwierigste Teil der Fahrt gegen die Strömung stand ja noch bevor. Gegen 13 Uhr wieder im Bootshaus angekommen, konnten die Sportler bei einem reichlich gedeckten Mittagstisch und heißen Getränken die Fahrt bei „ihrem“ Wirt Martin Stürmer in gemütlicher Runde ausklingen lassen.
Eierfahrten, die eine Erstbefahrung einer Strecke im jeweiligen Jahr bedeuten, werden traditionell geheim gehalten. Trotzdem nimmt das Ritual keinen Schaden, wenn sich Zaungäste einfinden. So soll einfach einmal verraten werden, dass in den zurückliegenden Jahren immer zum Jahresauftakt eine Eierfahrt von Boxberg nach Spremberg stattfand. Wer sich davon überzeugen möchte, ob das auch diesmal wieder der Fall ist, der kann sich am kommenden Samstag bei einem Spaziergang entlang der Spree davon überzeugen und mit einiger Wahrscheinlichkeit die Eierfahrer persönlich begrüßen. (ch)