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| 17:15 Uhr

Spremberg/Hänchen
Gosdaer feiern ihre Kirmes

Die Gosdaer erinnerten sich mit Gesang und Tanz an das Leben im Heimatdorf. Dort hatte sich das kulturelle Leben im Gasthof abgespielt. Dessen letzter Pächter war Eduard Dudek.
Die Gosdaer erinnerten sich mit Gesang und Tanz an das Leben im Heimatdorf. Dort hatte sich das kulturelle Leben im Gasthof abgespielt. Dessen letzter Pächter war Eduard Dudek. FOTO: Frank Maczkowski
Spremberg/Hänchen. Vor 50 Jahren wurde die Abbaggerung des Dorfes vollzogen. Von Torsten Richter-Zippack

Traditionell im Spätherbst treffen sich die ehemaligen Einwohner des abgebaggerten Dorfes Gosda zu ihrer Kirmes. 2018 jährt sich indes ein besonderes Ereignis zum 50. Mal. Denn nach Angaben des Heimatvereins Gosda ist 1968/1969 der eigentliche Abriss des über 300 Einwohner zählenden Dorfes für den Tagebau Welzow-Süd erfolgt. Bereits zu Beginn der 1960er-Jahre mussten die Ortsteile Alte und Neue Buden weichen. Im Frühjahr 1967 verließ dann die letzte Gosdaer Familie das Dorf für immer. Seit nunmehr genau zehn Jahren erinnert ein Gedenkstein unweit des Schachtes III anstelle des früheren Pickelteiches an Gosda. Die Erinnerungsstätte wurde im Juni 2008 im Rahmen des Tages der abgebaggerten sorbischen Dörfer eingeweiht.

Bei der diesjährigen Kirmes im Böhmischen Rasthof in Hänchen, zu der der im Jahr 2005 gegründete Heimatverein eingeladen hat, zählen die ältesten Einwohner nach Angaben von Vereinschefin Brigitte Kröger bereits mehr als 90 Jahre. Zudem gibt es eine jüngere Generation, die bereits das 50. Lebensjahr überschritten hat. Kröger selbst wurde 1952 in Gosda geboren. Solange die ehemaligen Einwohner leben, wollen sie sich weiter alljährlich zu ihrer Kirmes treffen, sind sich die Anwesenden einig.