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| 02:35 Uhr

Dunkle Weihnacht für Spremberg? Politiker sammeln

Spremberg. Weil Spremberg sparen muss, kam auch die Weihnacht auf den Prüfstand. Einige Lichterketten und der zweite Weihnachtsbaum sollten eingespart und der Adventskalender im Bürgerhaus nicht angeknipst werden. Annett Igel-Allzeit

War das ein Trick der Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos)? Mit ernstem Gesicht bat sie am Mittwoch in der Stadtverordnetenversammlung um Verständnis dafür, dass die weihnachtliche Beleuchtung der Stadt nicht in dem Umfang erfolgen könne, wie es Bürger und Gäste zu den Lichterfesten gewöhnt sind. "So wird es nur einen Weihnachtsbaum auf dem Markt geben." Ein Teil der Lichterketten, mit denen versucht wird, auch die Geschäfte in der Karl-Marx-Straße besser einzubinden, werde weggelassen. Die 650 Euro für den Adventskalender mit den Ansichten der Stadt und ihrer Ortsteile seien in diesem Jahr einfach nicht drin. "Dank Unterstützung vieler wichtiger Partner, aber auch insbesondere dank des Engagements des Citywerberings wird es trotz einiger Einschränkungen gelingen, die Innenstadt im weihnachtlichen Flair zu präsentieren." Bitte?

Benny Stobinsky (Die nächste Generation) konnte das nicht glauben: "Gerade für Spremberger, die anderswo studieren oder arbeiten und Weihnachten nach Hause kommen, ist dieser Weihnachtsbaum oben an der Dresdener Straße ein erster schöner Hingucker." Andreas Bränzel (CDU): "Wir haben den Kalender für mehrere Tausend Euro im Bürgerhaus installieren lassen - jetzt soll er nicht leuchten?"

2008 hatte Spremberg für sage und schreibe 25 000 Euro das Lichtermeer erweitern und als Extra-Überraschung den Adventskalender fürs Bürgerhaus entwickeln lassen. 24 Silhouetten mit Ansichten der Stadt und aller elf Ortsteile wurden installiert.

Den CDU-Kommunalpolitikern ging das Portemonnaie sofort auf: 410 Euro sammelte Andreas Bränzel in seiner Fraktion ein und sprach weitere Hoffnungen in Richtung der anderen Fraktionen aus. Zudem gestand die Bürgermeisterin, dass die Gewerbetreibenden und Unternehmen die alljährliche Bitte um Spenden für Sprembergs Weihnacht erst in den nächsten Tagen im Briefkasten haben werden. Über die Erweiterung des Adventskalenders um Motive aus Hornow und Wadelsdorf wurde noch nicht gesprochen.