Das hat der Gänsezüchter Dietmar Glatzer versprochen.

"Das ist meine Auguste. Sie fungiert gleichzeitig als Hofhund und hat sich unverzichtbar gemacht", sagt Glatzer, Herr über 100 Gänse. Auguste (8) habe er besonders ins Herz geschlossen. Erst vor kurzer Zeit musste sie einen großen Schicksalsschlag verkraften, wie er erklärt. "Der Fuchs hat ihren Ganter geholt. Ihr war der Schmerz war regelrecht anzusehen." Obendrein habe sie sich neulich auch noch den Flügel gebrochen. Der ausgeprägte Mutterinstinkt und ihre Anhänglichkeit hatten Auguste längst zum Liebling der ganzen Familie werden lassen. Als eine Art Wächter hielt sie bislang mit ihrem Geschnatter die anderen anfangs noch 100 Gänse zusammen und schlägt an wie ein Hund, wenn sich jemand nähert. Der wirtschaftliche Nutzen, den das Tier dem Eigentümer brachte, ist ihre Lebensversicherung. Trotzdem gibt es bei Dietmar Glatzer noch bratfertige Gänse.

"Jetzt sind es noch rund 70 Gänse, die seit Mai als Eintagsküken aufgezogen wurden, besonders viel Grünfutter erhalten haben und inzwischen vier bis sechs Kilogramm auf die Waage bringen", sagt Glatzer.

Bei der Drieschnitzer Familie kommen zum Weihnachtsfest gleich drei Gänse auf den Tisch. "Tochter Katja wird uns besuchen", sagt Glatzer.

Seiner Weihnachtsgans Auguste gehe es nach ihrem Flügelbruch schon wieder etwas besser. Sie werde auch weiterhin auf dem Hof einen ganz besonderen Status genießen, während andere Gänse um ihr Leben zittern müssten. ak