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| 15:38 Uhr

Drieschnitz-Kahsel
Drieschnitz feiert Ersterwähnung mit einem großen Umzug

Fast 300 Teilnehmer hatte der Festumzug mit seinen 50 Bildern – unter anderem wurde das Geschehen in der alten Dorfschule dargestellt.
Fast 300 Teilnehmer hatte der Festumzug mit seinen 50 Bildern – unter anderem wurde das Geschehen in der alten Dorfschule dargestellt. FOTO: Arlt Martina
Drieschnitz-Kahsel. Zum 555. Jubiläum wurde am Wochenende von rund 300 Mitwirkenden die Dorfgeschichte in 50 Bildern erzählt.

So hatte man am Samstag den Eindruck, ganz Drieschnitz und Umgebung seien auf den Beinen. Aus allen Himmelsrichtungen rückten Traktoren, landwirtschaftliche Geräte, Jagdhornbläser, Pferde, Musikanten, Fußgruppen in Trachten und Kostümen sowie Firmen- und Feuerwehrtechnik an. Die Einwohner hatten ihre Grundstücke geschmückt und Tische und Stühle herausgestellt, um es sich am Samstag gemütlich zu machen.

Besonders die Kameraden der Kahseler und Bagenzer Feuerwehr unterstützten die Organisation des langen Festumzuges. uch Bürgermeister Dieter Perko zeigte sich bestens gelaunt, reihte sich in den Tross ein und erschien in Frack und Zylinder.

Der Umzug führte von Kahsel bis hin nach Drieschnitz in das Zentrum des Dorfes. Die einzelnen dargestellten Bilder wurden auf der langen Strecke von drei Moderatoren vorgestellt: Karsten Magister, Wieland Roß und Iven Hnyk. Mit Einfallsreichtum glänzten die Drieschnitzer und zahlreiche Gäste, die für ein farbenfreudiges Bild im Rahmen des Festumzug sorgten. Nicht nur die Hoheiten wie Forster Rosenkönigin, Drebkauer Brunnenfee und Peitzer Teichnixe zeigten sich in ihren schönsten Kleidern, auch Rüdiger Budek im Alten Fritz-Outfit thronte auf der Kutsche von Elke und Dietmar Glatzer.

Romy Tusche und Manuela Exner von der Drieschnitzer Eierannahmestelle Dück verteilten 500 Eier, die von Ehlego spendiert wurden. Sogar die Plastik-Ziegen auf dem Hänger vom Ziegenhof Drieschnitz-Vorwerk zeigten sich mit Hulaketten. Der „Abeschnittsbevollmächtigte“ Marko Hübner war stets mit seiner grünen Schwalbe unterwegs und fuhr die Umzugsstrecke ab. Doreen Hobrak vom Reiterhof „Thunder Horse Ranch“ Drieschnitz legte für diesen Tag ihr festliches Outfit hoch zu Ross an. Ihr Schaubild lautete „Pferde kunterbunt“. Sie wurde von zahlreichen kostümierten Reitfreunden begleitet und hatten neben Minipony Pumuckl auch die Pferde Mochen, Willi, Shadow und Joe dabei. Sehr originell zeigte sich die Drieschnitzer Dorfschule aus den Jahren zwischen 1788 und 1962 oder auch der Dorfbackofen Kathlow.

Die Laubsdorfer Sorbischschüler Emely, Flora, Lucy und Lena zeigten sich in den schönsten Trachten, begleitet von Brigitte Jähne und Majka Stock. 30 Karnevalsfreunde vom Sergener Karnevalsclub Blau-Weiß unter Regie von Präsidentin Daniela Leopold hatten Laufmusik dabei und zeigten ihren Finaltanz. 

Doch auch auf dem Festplatz war jede Menge los: Die zahlreichen Bläsergruppen präsentierten sich mit jagdlicher Blasmusik. Mit großer Freude wurden das Schlagerdouble von Roland Kaiser sowie das „Wodka Trio“ im Zelt begrüßt. Nach Mitternacht gab es ein großes Feuerwerk und zeigten sich erotische Mitternachtsspitzen. Getanzt wurde bis in den frühen Morgen.

Drei Tage lang gingen die Festivitäten in Drieschnitz-Kahsel. Der letzte Umzug fand dort erst vor fünf Jahren statt. So gab Bürgermeister Dieter Perko die Empfehlung, die Gäste sollten doch einen Kurzen auf die schöne Schnapszahl trinken – zum 555. von Drieschnitz.

(mat)