Nach Angaben des Polizeischutzbereiches Cottbus / Spree-Neiße ereigneten sich 2002 zwischen Roggosen und der Stadt Döbern insgesamt 97 Unfälle. Ein Toter und zehn Verletzte waren dabei zu beklagen.
Ein Jahr später starben bei insgesamt 93 Unfällen drei Menschen, 22 wurden verletzt.
Häufigste Ursachen: Ungenügender Sicherheitsabstand auf enger Straße, Wildwechsel, überhöhte Geschwindigkeit sowie riskantes Überholen.
Zwischen 1998 und 2000 starben fünf Menschen auf diesem Abschnitt der B 115 - für die Unfallkommission des Kreises und das Brandenburgische Straßenbauamt (BSBA) „oberste Alarmstufe“ , etwas für mehr Verkehrssicherheit zu tun.
Drei Abschnitte erhalten jetzt einen dritten Fahrstreifen:
von der Kreuzung bei Roggosen bis zum ersten Abzweig nach Sergen (zwei Fahrspuren in Richtung Döbern)
ab Ende der Allee etwa 1,2 Kilometer vor Gablenz bis zum Ortseingang plus Mittelinsel am Ortsschild (zwei Fahrspuren in Richtung Cottbus)
zwischen Abzweig Trebendorf und Abzweig Mattendorf (von Trebendorf zwei Spuren Richtung Döbern bis etwa zur Hälfte der Strecke, von Mattendorf zwei Spuren Richtung Cottbus ebenfalls bis Mitte).
Auf den anderen Abschnitten wird Überholverbot ausgesprochen. „Wir wissen, dass wird nicht jedem Kraftfahrer schmecken. Aber wir müssen etwas tun. Es ist ein Versuch, den Unfällen beizukommen“ , sagt Udo Kehler, Dezernatsleiter Straßenbau des BSBA.
Vergleichbar ist der Ausbau mit dem bereits fertigen Abschnitt der B 169 zwischen Schorbus und Abzweig Löschen (bei Drebkau).
Die drei Abschnitte werden in einer Gesamtlänge von knapp 5,2 Kilometern bis November ausgebaut. Insgesamt müssen 5800 Bäume gefällt werden, die an anderer Stelle im Kreis ersetzt werden.
Autofahrer müssten zeitweise mit Einschränkungen und Staus an Baustellenampeln rechnen. Umgebaut werden auch die Abzweige nach Roggosen, Sergen, Trebendorf und Mattendorf.
Bei Trebendorf entsteht außerdem ein 370 Meter langer Radweg. Gesamtkosten: 2,4 Millionen Euro.
Nach den Plänen des Straßenbauamtes soll im nächsten Jahr die Strecke zwischen Groß Oßnig und Spremberg ebenfalls dreispurig ausgebaut werden. Dafür sind vier Millionen Euro vorgesehen.