ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:37 Uhr

Neuhausen/Spree
Im Don-Bosco-Haus dürfen die Spatzen pfeifen

Ivonne Büttner, seit elf Jahren Leiterin des Don-Bosco-Hauses in Neuhausen, freut sich aufs Jubiläum.
Ivonne Büttner, seit elf Jahren Leiterin des Don-Bosco-Hauses in Neuhausen, freut sich aufs Jubiläum. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
Spremberg. Die Jugendbildungsstätte in Neuhausen wird 50. Hausleiterin Ivonne Büttner ist seit elf Jahren dabei.

Das Don-Bosco-Haus in Neuhausen feiert am Wochenende sein 50-jähriges Bestehen. Seit elf Jahren ist Ivonne Büttner Hausleiterin. Dass sie nach einem Jahr in der Don-Bosco-Jugendseelsorge in Cottbus das Angebot annahm, die Hausleitung in der Jugendbildungseinrichtung des Bistums Görlitz in Neuhausen zu übernehmen, hat sie nicht bereut. „Wir haben hier fast jeden Tag Gäste. Kinder, Jugendliche, Erwachsene. Sie alle sollen sich hier rundum wohlfühlen.“

Zu ihrem Team gehören acht Mitarbeiter – Köchinnen, Hauswirtschafterinnen, Hausmeiser. Einige von ihnen sind schon über 20 Jahre im Don-Bosco-Haus tätig. Mit einem gemeinsamen Frühstück starten sie in den Tag: „Unsere Teambesprechung am Morgen“, sagt Ivonne Büttner. Ist eine Gruppe abgereist, werden Zimmer und Bäder geputzt und für die nächsten Gäste vorbereitet. Der Speiseplan wird gesichtet, der Vorrat an Nahrungsmitteln und Getränken aufgefüllt, das Grün auf dem zwei Hektar großen Gelände gepflegt, nach den Fischen im Löschteich geschaut und repariert, wenn eine Schranktür klemmt oder ein Haken abgebrochen ist.

Die Stühle für eine Gruppe junger Leute, die sich für ein freies Soziales Jahr entschieden haben und im Don-Bosco-Haus dafür weitergebildet werden, stehen schon in einem großen Kreis. Das Außengelände hat viele idyllische Ecken. Die Kletterburg „Boscopolis“ ist über die Jahre immer wieder erweitert worden. Volleyball und Schach kann gespielt werden. Der Kräutergarten ist vor drei Jahren in einem Mädchen-Projekt entstanden. In diesem Jahr wurden Apfelbäume gepflanzt. Vorsichtig schiebt Ivonne Büttner die Blätter auseinander: „Es sind auch schon zwei Äpfel dran.“

Das Don-Bosco-Haus ist eine von sechs anerkannten Jugendbildungsstätten des Landes Brandenburg. Sowohl das Bistum als auch das brandenburgische Ministerium für Bildung, Jugend und Sport finanzieren es mit. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ist Träger der Jugendbildungsstätte und der Jugendseelsorge, die wiederum Pfarrer Marko Dutzschke in Cottbus leitet, und  arbeitet eng mit dem Don-Bosco-Haus zusammen. So konnten bereits viele Projekte umgesetzt werden, die das Jugendhaus bereichern, so Ivonne Büttner.

„Unser Haus ist offen für alle Menschen guten Willens. Zu den Gästen gehören vor allem Jugendliche und Kinder. Sie kommen mit ihrem Chor, ihrem Orchester, ihrer Theatergruppe.“ Klar, bei so manchem Spiel werde es auch mal laut und ausgelassen. „Unsere geduldigen Nachbarn könnten davon berichten“, sagt Ivonne Büttner.

Urig ist die Bibliothek, ein Hingucker die Sitzecke, die alle „Aquarium“ nennen. „Natürlich gibt es jede Menge Aufgaben und auch immer wieder Baustellen, aber das Don-Bosco-Haus-Team hält es wie sein Patron Don Bosco: Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen, zitiert Ivonne Büttner. Nein, sie sehe ihren Dienst als Hausleiterin nicht als Arbeit an, sondern mehr als generationsübergreifende Aufgabe.

Aber an diesem Wochenende wird gefeiert und in Erinnerungen geschwelgt. 26 Gästebücher sind voller kleiner Geschichten, das 27.  liegt aus.

Am Sonntag wird das Jubiläum mit einem Open-Air-Gottesdienst ab 11 Uhr und dem Gemeindefest einschließlich Mittagessen, märchenhaftem Theater mit „Grimmskrams“ und Familienfußballturnier gefeiert.