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Spremberg
Aussicht vom Bismarckturm wird einen Euro teurer

Der Bismarckturm in Spremberg soll besser vermarktet werden.
Der Bismarckturm in Spremberg soll besser vermarktet werden. FOTO: Annett Igel-Allzeit / LR
Spremberg. Die Spremberg will den Bismarckturm noch besser vermarkten. Die Eintrittpreise steigen um einen Euro.

Der Besuch des Sprembergerr Bismarckturms wird teurer. Die aktuelle Entgeltordnung fürs Wahrzeichen mit der guten Aussicht stammt aus dem Jahr 2001. Von 50 Cent im Vollzahlertarif soll es hinauf gehen auf 1,50 Euro. Der Ermäßigtentarif werde bei 1 Euro liegen. Das haben die Mitglieder des Bildungsausschusses empfohlen. Beschließen die Stadtverordneten im April die neue Entgeltordnung, könnte sich die Kostendeckung von derzeit zehn auf 25 Prozent erhöhen, hofft der zuständige Fachbereichsleiter Frank Kulik.

Sprembergs Bismarckturm kann sich sehen lassen. In den Jahren 2010 bis 2012 war er umfassend saniert worden. Nach einem Vergleich der Stadtverwaltung werden für den Besuch der Bismarcktürme in Burg im Spreewald und Rathenow bereits 1,50 Euro verlangt und ermäßigt 1 Euro, in Bad Freienwalde müssen Besucher 4 Euro (ermäßigt 2 Euro) berappen.

Nach der Sanierung sind die Personalkosten von 4171,11 Euro im Jahr 2013 auf 5629,48 Euro im Jahr 2016 gestiegen. Für die Unterhaltung und Bewirtschaftung des Grundstücks und der baulichen Anlagen fielen 2016 insgesamt 332,38 Euro an. Einschließlich der 471,09 Euro an sonstigen Kosten und 2517,97 Euro Abschreibungen kam die Stadt für 2016 zu einem Aufwand von 8950,92 Euro. Dem gegenüber standen 814,82 Euro Erträge – wobei die 1368 Besucher 655,25 Euro beisteuerten.

Ehrenamtliche seien momentan für die Betreuung des Bismarckturms nicht zu begeistern. Und die Mitarbeiter, so Rudolf Schulze (CDU), die die Öffnungszeiten von Mai bis Oktober aktuell abdecken, seien auch nicht einfach zu ersetzen: „Sie haben nämlich was zu erzählen“, so Schulze. Eine kleine Ausstellung erzählt die Geschichte des Turms und des Stadtparks.

Besser vermarkten wolle die Stadt ihr Denkmal aber auch. Deshalb werden es Ausnahmeregelungen geben: Freien Eintritt haben die Mitglieder einer Delegation, die mit der Bürgermeisterin den Turm besuchen. Die ehrenamtlichen Stadtführer, die ihn in ihre Führungen einbauen, sollen selbst als Begleiter der Besuchergruppe freien Eintritt haben. Aber auch zum Tag des offenen Denkmals habe sich ein freier Zugang bewährt.

Gut an kommen Veranstaltungen: Ob der Turm Türchen im Lebendigen Adventskalender ist oder mit einer Feuershow lockt – nur der Rahmen müsse neben den Gedenkstätten gewahrt bleiben. Was Bürgermeisterin Christine Herntier nie möchte, ist ein Fahrstuhl-Anbau. Wer die Aussicht genießen will, muss den Turm erklettern. Begleitpersonen von Schwerbehinderten, so Kulik, dürfen kostenfrei hinauf.

(ani)