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Die Schüler haben viele Fragen

Viele Partner aus der Wirtschaft, aus Einrichtungen und Behörden hat die BOS für die Berufsorientierung ihrer Schüler an der Seite.
Viele Partner aus der Wirtschaft, aus Einrichtungen und Behörden hat die BOS für die Berufsorientierung ihrer Schüler an der Seite. FOTO: Annett Igel-Allzeit
Spremberg. In der Berufsorientierenden Oberschule Spremberg (BOS) wird die 16. Ausbildungs- und Studienbörse vorbereitet. Annett Igel-Allzeit

Auch wenn die Schule sich weiter auf die Stadt und die Wirtschaftsförderin ASG verlassen kann und die Agentur für Arbeit als Helfer einsteigt, fehlt eine: Sandra Benusch, die Berufs- und Karriereplanerin der BOS. Nach der 15. Ausbildungsbörse hatte sie für die 16. vorgearbeitet. Sie hielt den Draht zu den Ausstellern, knüpfte alle Fäden zusammen, wusste, welche Berufe die Firmen ausbilden. Doch ihre befristete Stelle ist ausgelaufen. Auf Ersatz hofft Roland Wolter, der stellvertretende Schulleiter, noch im Verlauf des Schuljahres. Zusagen konnte ihm das am Dienstag weder der stellvertretende Bürgermeister Frank Kulik noch Ute Weichert, Geschäftsstellenleiterin der Agentur für Arbeit in Spremberg.

Dass diese Ausbildungsbörse grundsätzlich funktioniert, beweist nicht nur das Alter. "Alle meine drei Kinder haben durch diese Börse ihren ersten Kontakt zum späteren Ausbilder bekommen", erzählt Frank Kulik. Laut Liste sind bereits 37 Firmen, Institutionen und Einrichtungen angemeldet. Der Schulförderverein will Eltern bei Fragen helfen und den Part der Schule bei der Berufsorientierung erläutern. Und auch die Handwerkskammer, die zur Pressekonferenz noch gar nicht auf der Liste stand, wird dabei sein. Das versicherte am Mittwoch Veronika Martin, Sprecherin der Handwerkskammer. "Wir haben uns angemeldet, der Termin steht im Kalender und wir kommen ganz sicher, auch wenn wir uns an diesem Tag ein bisschen zerpflücken müssen", verspricht sie. Die Industrie- und Handelskammer schafft es leider nicht, bedauert Sprecher Robert Kaltschmidt, macht aber Hoffnung für die nächsten Jahre.

Tatsächlich sind die Kammern zu solchen kleineren Ausbildungsmessen besonders wichtig. Denn wenn die Friseurmeisterin am Samstagvormittag in Spremberg noch Haare schneiden muss und auf den Elektroinstallateur die Häuslebauer warten, sind die Kammern da, um den Jugendlichen diese Berufe vorzustellen.

Am 23. September in Spremberg werben um den medizinischen Nachwuchs mehrere Krankenhäuser, Pflegegesellschaften und Fachschulen. Die Feingießerei Spremberg, die Fleischerei Kadach, die Bäckerei Sternenbäck und Terpe Bau kommen. Mehrere Geldinstitute haben sich angemeldet, Krankenkassen, Autohändler, die LTS Groß Luja und der Bauernverband Südbrandenburg. Große Ausbilder wie das Bergbauunternehmen Leag, die Hamburger Rieger GmbH und Dunapack sowie BASF Schwarzheide sind seit Jahren wichtigen Partner für die BOS. Behörden wie der Landkreis Spree-Neiße und die Stadtverwaltung suchen Azubis.

Und Ralf Beyer, Teamleiter der ASG-Wirtschaftsförderung in Schwarze Pumpe, kündigt an: "Auch wir wollen zum ersten Mal zwei junge Leute bei uns ausbilden und hoffen, sie danach als Fachkräfte halten zu können."

Fürs Ausbildungsjahr, das gerade beginnt, hat die Agentur für Arbeit am 23. September noch offene Stellen. "Derzeit sind es über 20 offenen Lehrstellen allein hier in Spremberg", so Ute Weichert. Und sie ziehen sich quer durch alle Bereiche von der Altenpflege bis zum Fliesenlegen. Da zehn bis zwölf Prozent der Schulabgänger der BOS ein Abitur anstreben, werden auch duale Studiengänge eine Rolle spielen. Und die Staatliche Studienakademie Bautzen wirbt.

Neben den Schülern der BOS, die mit ganz unterschiedlichen Fragen zur Börse kommen, noch in der Orientierung sind oder genau wissen wollen, welche Mathenote sie für die Lehre zum Mechatroniker brauchen, erwartet Roland Wolter Jugendliche aus Döbern und dem Erwin-Strittmatter-Gymnasium. Zudem hat Ute Weichert die sächsischen Arbeitsagenturen zur Börse informiert. Insgesamt rechnet die Schule mit 300 Besuchern.

Neben der Turnhalle entwickelte sich in den Vorjahren auch der Schulhof zum wichtigen Ausstellungsareal.

Eröffnet werden soll die 16. Ausbildungs- und Studienbörse am 23. September um 9 Uhr. Bis 12 Uhr geht es ausschließlich um die Zukunft der jungen Leute.