ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:53 Uhr

Die nächste Generation will mitentscheiden

Die nächste Generation will ans Ruder: Diese 16 jungen Spremberger kandidieren im Mai für die Stadtverordnetenversammlung.
Die nächste Generation will ans Ruder: Diese 16 jungen Spremberger kandidieren im Mai für die Stadtverordnetenversammlung. FOTO: Würz
Spremberg. Eine neu gegründete Wählergruppe hat sich zum Ziel gesetzt, dass in der nächsten Stadtverordnetenversammlung mehr junge Spremberger über die Zukunft der Stadt miteintscheiden können. Am Wochenende hat sich die Gruppe unter dem Namen "Die nächste Generation" konstituiert und aus dem Stand 16 Kandidaten für die Kommunalwahl im Mai aufgestellt – alle unter 40 Jahre. Catrin Würz

Zur Gründungsversammlung am vergangenen Sonnabend im "Bergschlösschen" wurde auch gleich noch eine Kinderbetreuung im Haus angeboten. Denn die Mehrzahl der rund 20 erschienenen Gründungsmitglieder sind junge Familienväter und -mütter, die vor allem ein gemeinsames Ansinnen vereint: In der Spremberger Stadtpolitik sollen in den nächsten Jahren die Bedürfnisse junger Familien und Singles, aber auch die Interessen junger Unternehmer mehr in den Blickpunkt rücken. "Der demografische Wandel und ein seniorengerechtes Spremberg werden als Themen gegenwärtig umfassend diskutiert. Das ist gut und richtig und es wurde auch schon vieles in Spremberg gut gelöst. Aber es müssen künftig auch andere Prioritäten gesetzt werden, für die wir uns als junge Spremberger selbst engagieren wollen", erklärt Benny Blatz (32), Mitinitiator der neuen Wählergruppe "Die nächste Generation".

Dabei gehe es der Initiative jedoch nicht darum als "Jugendwählergruppe" zu gelten. "Wir wollen allgemeine Stadtpolitik mitgestalten - aber eben aus der Sicht jüngerer Einwohner", ergänzt Benjamin Schorg (29), der zusammen mit Benny Blatz die Wählergruppe auf den Weg brachte. Beide Spremberger sind schon seit längerem politisch aktiv, waren Mitglied der SPD beziehungsweise der Piraten-Partei. "Doch in den Parteistrukturen konnten wir unsere Vorstellungen nicht verwirklichen", erklären sie gemeinsam. Beide wurden am Samstag als Sprecher der Wählergruppe ernannt.

Zu den wichtigen Themen der neuen Wählergruppe sollen die Belebung der Innenstadt mit Chancen für junge, frische Unternehmer-Ideen, flexiblere Kita-Öffnungszeiten, die Unterstützung von Vereinen und bessere Möglichkeiten für junges Wohnen gehören. Die Stadt brauche mehr Kultur und Veranstaltungen für Jüngere. Dass es pro Jahr beispielsweise nur eine Jugendveranstaltung auf der Spremberger Freilichtbühne gebe, sei nicht akzeptabel. Darüber hinaus will sich die neue Wählergruppe auch zu wichtigen Zukunftsfragen wie den möglichen Wirtschaftsstandbeinen der Region in einer Zeit nach dem Braunkohlebergbau positionieren.

Für die Wahl zur Stadtverordnetenversammlung Spremberg wurden insgesamt 16 Kandidaten nominiert. Die Listenplätze wurden - anders als bei den Parteien - nicht nach einer angreifbaren Rang- und Reihenfolge besetzt, sondern basisdemokratische ausgelost.

Für die Stadtverordnetenversammlung Spremberg kandidieren: Claudia Noack (30, Streetworkerin), Enrico Ballschk (37, Erzieher), Mario Blauth (32, Unternehmer), Ronny Sembol (30, Maschinenbauingenieur), Björn Wille (31, Unternehmer), Madlen Lewandowski (37, Sozialpädagogin), Gordon Kruß (34, Unternehmer), Antje Budick (28), Ronny Petrick (29), Doreen Krüger (33, Betriebswirtin), Mathias Lemke (30), Lucia Günter (26), Christian Reinhold (32, Unternehmer), Benny Blatz (32, Sozialpädagoge), Benjamin Schorg (29, Sozialarbeiter) und Marcel Auerbeck (35, Logistiker). Enrico Ballschk kandidiert zusätzlich für den Ortsbeirat Weskow.