| 17:00 Uhr

Spremberg
Die Liedertafel kommt in die Jahre

Jeden Mittwoch ist Chorprobe in den Räumen der Volkssolidarität für  die Spremberger „Liedertafel“, die sich im Jahr 1981 gründete. Chorleiterin Barbara Vogt (73 Jahre, links stehend) leitet den Frauenchor seit 36 Jahren.
Jeden Mittwoch ist Chorprobe in den Räumen der Volkssolidarität für die Spremberger „Liedertafel“, die sich im Jahr 1981 gründete. Chorleiterin Barbara Vogt (73 Jahre, links stehend) leitet den Frauenchor seit 36 Jahren. FOTO: Arlt Martina
Spremberg. Mit öffentlichen Auftritten wollen die Chormitglieder kürzer treten. Ans Aufhören denken sie aber nicht.

„In Altenheimen oder auch zur Kakteenschau waren wir immer präsent. So werden wir künftig entscheiden, wo und wann wir unsere Auftritte bestreiten werden“, sagt Chorleiterin Barbara Voigt. Die 73-Jährige gibt seit 36 Jahren den Takt an.

 1981 mit acht Mitgliedern gegründet, gehören mittlerweile mehr als 20 dazu. Zwar nehme man noch ältere Musikfreunde auf, so Barbara Voigt, „doch für jüngere Musikfreunde gibt es in der Stadt noch andere Chöre, wo sie sicher besser aufgehoben sind“. Sie selbst möchte die Aufgabe als Chorleiterin noch so lange übernehmen, wie es ihre Gesundheit mitmacht. Sie war 42 Jahre lang Musiklehrerin, spielt Klavier, Geige und Flöte.

Der Chor hat ein Durchschnittsalter von 80 Jahren. Die jüngste Mitstreiterin ist Martina Zeidler mit 64 Jahren und als älteste Sängerin wirkt die 88-jährige Herta Dardat mit. „Singen bringt Freude, es ist der Sinn für das Schöne, es ist das Gemeinschaftsgefühl und der Zusammenhalt“, betont Barbara Vogt. „Es ist wirklich eine nette Gemeinschaft, die über Jahre zusammengewachsen ist. Der Chor ist meine Familie, jeder weiß über den anderen Bescheid.“ Seit acht Jahren erhält der Chor Unterstützung durch Lisa Lehmann mit dem Akkordeon.

Mehr als 400 Lieder hat der Chor im Repertoire. Viele Chorsätze stammen aus der Feder der Musiklehrerin. Die sangesfreudigen Seniorinnen treffen sich jeden Mittwoch zwischen 15 und 16.30 Uhr im Kontakt-Café der Volkssolidarität. „Im Alter verändern sich auch die Stimmen der Sängerinnen. Wenn wir Auftritte beispielsweise in Altenheimen haben, dann stimmen wir oft auch einfache Titel an wie ,In einem kleinen Apfel´, eben Lieder, die jeder mitsingen kann und an die Kindheit erinnert. Besonders im Alter muss auch der Geist fit gehalten werden“, so Barbara Vogt.

(mat)