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| 01:09 Uhr

Die Herrin des Irrgartens

Spremberg / Wernigerode.. Wernigerode ist im Jahr 2006 Gastgeber der 2. Landesgartenschau Sachsen-Anhalts. Auf einem 33 Hektar großen Gelände am Rand der „Bunten Stadt am Harz“ entsteht an sieben Teichen ein Gelände, das unter dem Motto „Harzblicke erleben“ ungeahnte An- und Ausblicke auf eine wunderschöne Landschaft bieten wird. Eine gebürtige Sprembergerin, die Diplomingenieurin für Gartenbau Sandra Pech, arbeitet im Auftrag der Landesgartenschau im Bereich der „gärtnerischen Durchführung“ und ist dabei für einen Bereich der späteren Themenfelder „Nachwachsende Rohstoffe“ zuständig. Von Andreas Meling

Der 26-jährigen Sandra Pech obliegt es, Teilbereiche des Geländes gärtnerisch zu überplanen, Ausführungsentwürfe vorzulegen und letztlich die Umsetzung zu überwachen. Hauptschwerpunkt ihrer Arbeit und derzeit in der Umsetzung begriffen ist der große Weidenirrgarten, der einen spannenden Kontrast zu den farbigen Wechselflorflächen setzen wird. Der Irrgarten entsteht auf einer Fläche von etwa 600 Quadratmetern und besteht aus Zäunen, Klapptüren und weiteren Umbauten, die bereits in diesem Jahr durch die Weidenpflanzen zuwachsen sollen und somit 2006 zum echten Verirren einladen werden. "Ein Hingucker werden die vielen Tunnel sein, die durch die langen Weidenruten entstehen", ist sich Sandra Pech sicher. "Wer das Zentrum des Irrgartens erreicht, den erwartet eine Überraschung."
Ein Irrgarten in dieser Art und Größe stellt etwas Besonderes unter allen bisherigen Gartenschauen dar. Ein anspruchsvolles Bauprojekt waren gerade diese verschlungenen Irrpfade für alle Beteiligten. Sie lassen die Spannung der zukünftigen Besucherinnen und Besucher sicher wachsen, wenn die Gartenschau vom 15. April bis 8. Oktober 2006 öffnet.
Die Arbeit im Team der Landesgartenschau ist allerdings damit noch lange nicht abgeschlossen. Das im letzten Jahr entstandene Bürgerwäldchen und der Senkgarten am Schäferhaus waren die ersten Bausteine der vielfältigen gärtnerischen Aktivitäten. Viele weitere Projekte werden derzeit gemeinsam angedacht und vorbereitet.
Sandra Pech hofft natürlich, dass viele ihrer Landsleute aus der Lausitz und aus Spremberg im Jahr 2006 den Weg in den Harz finden werden. Sie ist sich sicher, dass Wernigerode in jedem Fall einen Besuch wert sein wird.