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| 16:49 Uhr

Spremberg
Die Herausforderungen am eigenen Leib erfahren

An dieser Station der Behindertenwerkstätten  sollen die Schüler der BOS einen Hörkrimi lösen mit Sonderpädagogin Franziska Nowotnick.
An dieser Station der Behindertenwerkstätten sollen die Schüler der BOS einen Hörkrimi lösen mit Sonderpädagogin Franziska Nowotnick. FOTO: Arlt Martina
Spremberg. Spremberger Oberschüler lernen bei Ausflug in die Behindertenwerktstätten Handicaps kennen.

Seit fünf Jahren ist es an der Spremberger BOS schon Tradition, dass die Siebtklässler einen Tag im Spremberger Behindertenwerk verbringen. Zu diesem Projekttag wurde die Klasse 7a am Mittwochvormittag durch die Lehrerinnen Dagmar Kappert und Birgit Marzisch sowie Sozialpädagogin Franziska Nowotnick begleitet. Wie Menschen mit Behinderungen den Alltag meistern können, erfuhren die BOS-Schüler an verschiedenen Stationen. Dazu gehörten ein Dunkelraum, ein Jenga-Spiel, bei dem sie besonders motorische Beeinträchtigungen wahrnehmen konnten oder auch die Lösung eines Hörkrimis.

Die Werkstattbeschäftigte Nadin Rhode, die selbst von einer Sehbehinderung betroffen ist, verteilte Blindenlangstöcke an die  BOS-Schüler, um ihnen das Gefühl zu vermitteln, was Menschen mit Sehbehinderung täglich an Herausforderungen bewältigen müssen. „Ziel dieses Projekttages für die Siebtklässler ist es, dass sie auch einmal mit den Sinnen erfahren, wie diese Menschen leben“, so Sozialpädagogin Franziska Nowotnick. „Denn auch in unserer Schule lernen einige Kinder mit Beeinträchtigungen und so bekommen die Schüler auch eine ganz andere Sichtweise dazu. Der Umgang miteinander ist ganz wichtig.“ Das BWS sieht es auch gleichzeitig als Berufsorientierung für die Schüler mit Beeinträchtigung. „So schlagen wir gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe, wie man im Volksmund sagt.“

(mat)