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| 16:36 Uhr

Veranstaltung
Zwischen Kino, Musik und Traditionen

Waren für ihr 20. Steinfest gerüstet: Rainer Mathenz, Lothar Starick, Veronika Scharoba, Carmen Franke und der Vorsitzende des Heimatvereins von Groß Buckow, Jens Schima (v.l.).
Waren für ihr 20. Steinfest gerüstet: Rainer Mathenz, Lothar Starick, Veronika Scharoba, Carmen Franke und der Vorsitzende des Heimatvereins von Groß Buckow, Jens Schima (v.l.). FOTO: Arlt Martina
Spremberg/Groß Buckow  . Die Groß Buckschen feierten am Wochenende das inzwischen 20. Steinfest.

Bevor die Groß Buckschen mehr als 250 Gäste am Wochenende auf ihrem Vereinsdomizil erwarteten, waren mehrere Arbeitseinsätze notwendig. Der harte Kern vom Heimatverein Groß Buckow unter Regie von Jens Schima und fleißige Helfer pilgern dann immer wieder zum Gelände, wo mit einem Stein an dieses Dorf erinnert wird, das 1985 umgesiedelt wurde. Als „Platzhirsch“ ist Dieter Höwt auserkoren, der sehr oft dort zu finden ist und für Ordnung und Sauberkeit sorgt. Doch nun rückte das 20. Steinfest immer näher. Seit zehn Jahren sorgt Detlef Zindler am Freitagabend immer für ein Highlight zur Kinonacht. Mehr als 70 Besucher machten es sich auch diesmal zur 10. Kinonacht im „Knusperhäuschen“ so richtig gemütlich. Diesmal flimmerte der Defa-Film mit Manfred Krug „Mir nach, Canaillen!“, eine Komödie in Preußen um 1730, über die Leinwand. Auch die Wochenschau „Der Augenzeuge“ von Januar 1960 mit original Spremberger Anteil von den Kanuten wurde gezeigt.

„Es ist schon immer ein Kraftakt, so ein Steinfest vorzubereiten. Ich persönlich stehe immer am Bierwagen beim Ausschank und gefeiert wird lange. Doch es macht immer Spaß. An den drei Tagen geht es zwischendurch immer wieder kurz nach Hause, um sich landfein zu machen“, so Carmen Franke, stellvertretende Vorsitzende vom Heimatverein, der 215 Mitglieder zählt.

Katharina Grimm hatte den vollen Überblick über das große Kuchenbuffet. 21 Bucksche Frauen  hatten wieder 26 Kuchen gebacken, die meist restlos verspeist werden. Viele Unterstützer des Vereins gab es bei der Vorbereitung der Tombola. Dafür setzte sich Veronika Scharoba den Hut auf. Immerhin standen 300 Preise bereit. Erstmals gab es eine Tombola für Kinder.

Für die Vorstandsmitglieder ist es jedes Jahr eine Jahresaufgabe, das richtige Programm zum traditionellen Steinfest zusammenzustellen. Schon immer beginnt der Samstagnachmittag mit einem Gottesdienst mit Pfarrer Dietwald Frenzel, begleitet vom Hornower Posaunenchor. Am Nachmittag spielte das „Orchester Lausitzer Braunkohle“ auf. Am Abend wurde das Gaglower Blümchen, das Lausitzer Urgestein mit der roten Nase und der frechen Schnauze, erwartet. Freds Partymusik lud zum Tanzen ein. Zur Umrahmung des Steinfestes gehörten auch eine Bierrutsche und das Preiskegeln.

Die Vereinsmitglieder feierten in diesem Jahr bereits in der „Schilfhütte“ das 20. Vereinsjubiläum. Zu ihren traditionellen Aktivitäten gehören auch jedes Jahr das Maibaumaufstellen am Stein oder die Seniorenweihnachtsfeier in der Auferstehungskirche in Spremberg.

Die ältesten Vereinsmitglieder im Heimatverein Groß Buckow sind Irmgard Kuhlee mit 91 Jahren und der 88-jährige Rudi Gärtner. Auf jeden Fall werden die Groß Buckschen auch künftig auf ihrem idyllischen Plätzchen bei Spremberg ihr Steinfest feiern.

(mat)