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| 01:08 Uhr

Die Friedenstaube blickt nach Sellessen

Wieder ein Stück Normalität für Haidemühl. Der Ortsbeirat hat sich am Dienstagabend erstmals zusammengefunden.
Wieder ein Stück Normalität für Haidemühl. Der Ortsbeirat hat sich am Dienstagabend erstmals zusammengefunden. FOTO: Böttcher
Spremberg/Haidemühl.. Angekommen auf der neuen Scholle ist seit Dienstagabend nun auch ganz offiziell der Ortsbeirat des neuen Spremberger Ortsteiles Haidemühl. In seiner konstituierenden Sitzung in der neuen Schule begrüßte Ortsbürgermeister Dietmar Kiel seine komplette Mannschaft. Gabi Böttcher

Diese wiederum wurde vom Spremberger Hauptamtsleiter Thomas Lehmann willkommen geheißen. Er wird im Auftrage des Spremberger Bürgermeisters der Begleiter der Haidemühler sein. Auch wenn bei der ersten Sitzung am Dienstagabend keine Beschlüsse zu fassen waren, fanden sich die Mitglieder nach ihrer historischen Auflösungssitzung am 29. Dezember nahtlos im Alltag wieder. Dietmar Kiel hatte in seiner ersten Sprechstunde die Kritik am noch fehlenden Glascontainer im Bereich des Geschäftshauses entgegengenommen. Auch über die Ausführung des Winterdienstes sei zu sprechen. Und das leidige Problem tierischer Hinterlassenschaften auf Anlagen und Wegen h at die Haidemühler trotz ihres Umzuges in den neuen Ort ebenfalls nicht verlassen. „Wir müssen ganz zeitig anfangen, uns selbst zu erziehen“ , appellierte der Ortsbürgermeister.
Der für Günter Pfeiffer in den Ortsbeirat nachgerückte Jürgen Rasch machte auf die unzureichende Kapazität der Papiercontainer und die teilweise in Dreierreihen parkenden Pkw am Kreisel aufmerksam. Rita Wilczak berichtete, dass die Post noch mit Zustellungsproblemen in den neuen Ort zu kämpfen hat.
Hagen Rittel lobte den für die Friedenstaube gefundenen Standort und regte an, eine Tafel an deren Sockel anzubringen, um über die Geschichte Auskunft zu geben. In den atmosphärischen Störungen nach dem Grenzstreit mit den Sellessener Nachbarn, die auch in der ersten Sitzung des Ortsbeirates immer wieder anklangen, baute Rittel eine humorvolle Brücke. Man solle für Schule und Kita die Zugehörigkeit zum Königreich Schweden beantragen und gleich noch das schwedische Schulsystem einführen. Als Zeichen betrachte er, dass die Haidemühler Friedenstaube in Richtung Sellessen blicke.
Dass sich von den Sellessenern am Dienstagabend nur einer - Siegfried Kuhlee, Sellessener Ortsbürgermeister in der Anfangsphase der Umsiedlung - hatte sehen lassen, darf als verpasste Gelegenheit angesehen werden, die neuen Nachbarn zu begrüßen. Dietmar Kiel demonstrierte Gelassenheit. „Die Senioren, die gemeinsam feiern, machen es uns vor. Wir packen das schon.“